Donnerstag, 2. Februar 2006

Eigentor …

Mir selbst im Weg stehen, kann ich besonders gut, obwohl ich zugeben muss, dass diese Fähigkeit weder von mir, noch von anderen besonders geschätzt wird. Besonders gute Voraussetzungen hierfür sind meine Unentschlossenheit gepaart mit meinem festen Glauben, eine mir nicht bekannte, höhere Macht würde mich schon lenken, wenn es darauf ankommt.

So versuche ich, meinem Schicksal öfters mal auf die Sprünge zu helfen, indem ich in mich hinein höre, ob dieser weise Lenker eventuell ein kleines Zeichen sendet oder mit dem Zaunpfahl winkt. So nimmt er mir zum Beispiel immer die Entscheidung ab, ob ich mein Geld der Lottogesellschaft in den gefräßigen Rachen werfe oder doch lieber einen Strauß lila Tulpen kaufe. Meist fällt die Entscheidung zu Gunsten der Tulpen, Lilien oder Amaryllis, da mir so die Freude an ihnen gewiss ist, während ihr Aufkommen bei der anderen Variante doch eher einem Glücksspiel gleicht.

Letzte Woche breitete sich aber in meinem Magen ein wohliges Gefühl aus, als ich in dem Zeitungsladen an den Lottoschein vorbeiging und der Gedanke, plötzlich steinreich sein zu können, erschien mir gar nicht so unrealistisch. Das war das Zeichen! So deutlich äußerst sich mein Change-Life-now!-Modul wirklich selten. Wohlan, auf zur Tat.

Kurz unterdrückte ich den Wunsch, die einzelnen Scheine nach bestimmten Lieblingszahlen zu durchsuchen, schließlich soll man dem Schicksal ja nicht ins Handwerk pfuschen, also zog ich blind einen Systemschein aus der Mitte des Stapels und kreuzte schnell und intuitiv 7 Zahlen an. Auf keinen Fall vergessen, das Kreuzchen beim Spiel 77 und Super 6 zu setzen, um die Chancen auf Glück noch zu erhöhen. Denn was ist tragischer, als auf Millionen zu verzichten, nur weil man auf dem richtigen Schein mit der richtigen Zahlenkombination auf 2 kleine Kreuze verzichtet hat, nur weil man einzwei Euro sparen wollte? Viel mehr kann man nämlich sparen, wenn man nur an einem Tag in der Woche spielt und nicht an beiden, Samstag und Mittwoch. Schließlich war das wohlige Gefühl nur gerade jetzt da und wenn ich Geld im Überfluss hätte, würde ich ja nicht Lotto spielen.

Sobald ich den Laden verlasse, vergesse ich diesen Entscheidungskampf und meist verlege ich auch den Lottoschein sofort. Wenn ich dann nach Wochen mit einem zufällig wieder gefundenen Los im Zeitungsladen nachfrage, ob ich vielleicht Millionärin bin, schüttelt der Zeitungsverkäufer mit einem Blick auf diese unerbärmliche Ich-Weiß-Alles-Maschine fast immer den Kopf oder überreicht mir mit einem strahlenden Lächeln und einem „Das ist doch ein Anfang!“ € 2,50.

Auch letzte Woche hatte ich den Zettel vom Wochenende schon lange vergessen, als mein Blick zufällig auf diese kleinen Bälle fiel, die in Glasröhren auf Sand gebettet in einem Fernsehstudio dem geneigten Zuschauer präsentiert wurden. Irgendwie kamen mir die Zahlen auf diesen Tischtennisbällen seltsam bekannt vor und ich nahm mir vor, diese irgendwann mal mit denen auf meinem Schein zu vergleichen und zwar sobald mir dieser wieder in die Hände fallen würde. Das tat er dann auch 2 Tage später. Er hatte seinem Leben in der Zwischenzeit eine Daseinsberechtigung als Lesezeichen in einem meiner Bücher verschafft.

5 (in Worten: fünf) Richtige! Ich wusste es doch! Und das mit einem Systemschein! Alle Geldsorgen auf einen Schlag loswerden! Wunderbar! Doch nach einem kurzen Höhenflug kam dann auch gleich der Sturz zurück zur Erde: dieser Traum wäre für mich in Erfüllung gegangen, wenn ich nicht zu geizig gewesen wäre, auch den zweiten Tag anzukreuzen. Geiz lohnt sich einfach nicht …
1884

Frauen und Promille …

promille
Also ich käme nie auf die Idee, mitten in der Nacht einen betrunkenen Mann von wo auch immer abzuholen, deshalb wird es hier wohl bei einer Promille-Grenze von 0,5 bleiben. Tut mir von Herzen Leid, meine Herren.

(Und diese Schmach muss ich auch noch von einem Schweizer erfahren, tztztz...)
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