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Mittwoch, 22. August 2007

Danke für Ihr Verständnis ...

So einen Tag wie heute brauche ich nicht alle Tage. Solche Nicht-Tage. An denen aber auch alles schief geht. Murphy-Tage. An denen eigentlich positive Dinge zum Grund für Massenmord mutieren. Ohne Ankündigung und völlig grundlos. Und dabei regnet es Hunde und Katzen, sobald man den Fuß vor die Tür setzt. Egal welche Tür. Solche Tage halt…

Normalerweise bin ich ein Mensch, der in allem solange das Positive sieht, bis man mir das Gegenteil beweist. Das schlägt sich auch auf meine Grundstimmung nieder und ich erfreue mich schon an kleinen Dingen. Es müssen nicht immer Diamantendiademe sein. So schwebe ich mit einem Liedchen auf den Lippen durch die Welt und freue mich des Lebens … bis mir einer quer kommt. Das mag ich nicht besonders. Eigentlich gar nicht.

Wenn man zum Beispiel morgens schon feststellen muss, dass irgendein Volltrottel, das Innenleben der Espressomaschine bei dem Versuch, sie zu reinigen, komplett entsorgt hat und die Ersatzteile wahrscheinlich auf lahmen Mulis über die Alpen transportiert werden müssen und deshalb der eigene Koffeinpegel in den nächsten Wochen einen ungesunden Tiefststand erreichen wird, dann ist das kein guter Start in den Tag. Wenigstens fließt aber schon genug Adrenalin in den Adern, um so lange wach zu bleiben, bis man den Rest der Maschine dem Schuldigen an den Kopf vor die Füße geworfen hat.

Jetzt sollte man sich schnell mit erheiternden Dingen beschäftigen, damit die Laune nicht ganz den Bach runtergeht. Geschenkgutscheine einlösen, zum Beispiel, ist ein gutes Mittel gegen Mordgedanken. Theoretisch. In der Praxis funktioniert das an solchen Tagen eher nicht und nachdem diese Meldung:

Bitte beachten Sie
Tut uns Leid!
Während wir Ihre Eingabe ausführen wollten, ist ein technischer Fehler aufgetreten. Wir arbeiten bereits daran und werden sobald wie möglich wieder für Sie da sein. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.
Für diese Unannehmlichkeit bitten wir Sie vielmals um Entschuldigung und danken für Ihr Verständnis.

gefühlte 100 Mal in mein Gesicht sprang, war ich durchaus bereit, ein kleines Kettensägenmassaker zu veranstalten, nur um möglichst viel Blut spritzen zu sehen. Aber ich bin ja ein friedlicher Mensch und deshalb suchte ich erst Trost Rat beim Schicksalsorakel und öffnete einen Glückskeks:

Gut, dass Sie Reserven haben.

RESERVEN??? Welche Reserven, bitte schön? An guter Laune womöglich oder intakten Nerven? Nada! Niente!! Nichts!!! Nein, hier kann nur mein großer Vorrat an Kettensägen gemeint sein, alles andere macht keinen Sinn, schließlich irrt sich das Schicksal ja nie auch, wenn es eine Hure ist

Weiß hier jemand zufällig …

warum der hiesige Polizeifunk immer an den hochromantischen oder spannensten Stellen mein Fernsehprogramm stört und den Ton übernimmt?

edit: Und wenn ich sie hören kann, können sie dann auch mich hören?

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