Tagebuch

Dienstag, 15. Februar 2011

Erste Erkenntnisse ...

In einem Land zu wohnen, dass so schön ist, dass es eines der höchsten Selbstmordraten auf der Welt aufweisen kann (die bezauberndsten Ecken dieser Erde haben immer einzwei grobe Schönheitsfehler), ist irgendwie erschreckend.

Andererseits ist die Chance, hier durch einen Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, um das 4fache niedriger, als durch die eigene Hand dahingerafft zu werden. Der Verkehr ist hier so sicher, dass die Wahrscheinlichkeit, freiwillig unter einen Zug zu geraten, um das 15fache höher ist, als an Aids zu sterben. Das wiederum ist irgendwie beruhigend ...
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Donnerstag, 14. Januar 2010

Note to myself ...

A U S A T M E N ...
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Montag, 19. Oktober 2009

Netz-Erkenntnis …

Es ist ja schon praktisch, wenn man wieder Kontakt zu alten Freunden, die man im Laufe des Lebens leider aus den Augen verloren hat, durch das globale Wissen des World Wide Web aufnehmen kann, aber ich finde es dann doch ein wenig wunderlich, erfahren zu müssen, dass die gesuchte Person jetzt eine Heilerin in Indien ist, statt die von mir erwartete Modedesignerin aus Süddeutschland …

Tja, das ist wohl irgendetwas irgendwer dazwischen gekommen. Erstens kommt es anders, zweites als man denkt ...

edit:
Happy Birthday, H.!
oder besser:
Janam Din ki shubkamnaayein!
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Samstag, 17. Oktober 2009

Den Wintermantel ...

rausgeholt und als Schutzschild eingesetzt, hat sich diesmal gut angefühlt. Na denn mal los ... Bonjour Tristesse!
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Sonntag, 4. Oktober 2009

Nachbeben ...

Nachbeben ...
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Donnerstag, 10. September 2009

Alle in einem Boot …

Morgen ist es wieder soweit. Der alljährliche, gemeinsame Ausflug unserer Firma ins Ungewisse steht an. Geheimhaltung ist oberste Priorität des Organisators. Das hat nicht zu unterschätzende Vorteile. Es gibt keine Vetoschreie seitens der Mitreisenden und genug Spekulationsrumor, um diese bis dahin zu beschäftigen.

Nun ja, die Möglichkeiten, 3 Dutzend Menschen, verschiedensten Alters und unterschiedlichsten Vorstellungen von Spaß, einen Tag durch die Gegend zu kutschieren, ohne dass Ihnen langweilig wird oder sie womöglich total überfordert werden, sind nicht nur monetär begrenzt. Da kann man sich schon einiges zusammenreimen.

Außerdem gab es noch hilfreiche Hinweise, wie etwa: „Es könnte regnen“ oder „Reisepass mitnehmen“, das kann allerdings auch eine Finte sein. Man soll, so munkelt man, dort auch ins Wasser gehen können, wenn man denn wollte. Fernerhin geht das Gerücht, dass wir morgen 3 (drei!) Länder bereisen würden, wobei die Kombination Länder/Reisepass wahrscheinlich davon ablenken soll, dass wir mit unserem eigenen Bundesland, Schleswig Holstein und Niedersachsen auch schon 3 Länder bereist hätten, wenn wir nur einmal um Hamburg herumfahren würden. Auch schön, irgendwie.

Ansonsten gäbe es noch den Bodensee, auch 3 Länder und Wasser. Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass wir in den Zeiten der Krise alle ein Flugzeug besteigen werden und das auch noch am Jahrestag von 9/11.

Dann wären da noch die Benelux-Länder, dafür spricht eigentlich nur, dass der sozialkontaktefördernde Ausflug von einem Mitglied der Buchhaltung arrangiert wurde und bei der Suche nach einem geeigneten Ausflugsziel ein gewisser Magnetismus die Oberhand gewonnen hat. Andererseits ist diese Berufsgruppe nicht gerade für ihren ausgesprochenen Vorwitz bekannt.

Gut, dann doch gen Norden. Skandinavien. Das wäre schön. Dort war ich nämlich noch nicht. Ich habe bis jetzt nur einer Fähre von Fehmarn nach Dänemark hinterher gesehen. Und Wasser ist da ja genug. Und statt mit dem Flugzeug könnten wir mit einem Schiff reisen. Aber wir sitzen ja eh alle in einem Boot …

Being between the devil and the deep blue sea
1981

Dienstag, 1. September 2009

Dienstag, Herbstanfang, theoretisch…

Heute morgen bei 16° C um 7.00 Uhr im Park der Sonne entgegen gerannt, zwar ziemlich langsam, aber ohne anzuhalten, obwohl jemand am Wegesrand eine perfide Falle aufgestellt hatte und das wahrscheinlich im Morgengrauen. Da lag doch in einem offenen Karton ein niedliches Paar bunter Sommerschühchen, ganz nach meinem Geschmack. Das nenne ich akkurates Zeitmanagement, pünktlich zum Herbstanfang werden die sommerlichen Sandaletten entsorgt.

Ich weiß nicht, wer damit angefangen hat, aber in meinem Viertel, ja selbst im Park, stehen dauernd irgendwelche Kartons und Kisten rum, in denen Dinge liegen, die der Besitzer nicht mehr braucht oder aus irgendwelchen Gründen nicht mehr haben will und er sie deshalb mitten in der Großstadt, manchmal mit einem Schild „Zu verschenken“ oder „Zum Mitnehmen“, ausgesetzt hat. Die ganze Gegend hat so ein Flair von Permanent-Flohmarkt nur ohne Feilschen.

Selbst ich stelle manchmal Vasen auf den Glascontainer oder Bücher auf den Papierrecycler, anstatt sie hineinzuwerfen und bin jedes Mal hoch erfreut, wenn sie einen neuen Besitzer gefunden haben, der ihnen ein schönes Zuhause gibt auch wenn nur ein ordnungsliebender Herzloser sie richtig entsorgt hat, so habe ich es wenigstens versucht.

Selbst auf dem Rückweg lief ich tapfer an der hübschen Präsentschachtel vorbei, obwohl ich einem ausgefallenen Schuh sonst nie widerstehen kann. Ich besitze Schuhe, die ich noch nie getragen habe und es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nie tun werde, nur weil sie mir so gut gefallen. Nun jeder frönt seinem Fetisch auf seine Weise.

Aber wie würde das aussehen, wenn ich durch den Park jogge mit einem Paar Stöckelschuhe in der Hand? Trotzdem fühlte ich mich bei dem Gedanken wie Odysseus, der sich an den Mast binden lies, damit er dem Gesang der Sirenen widerstehen konnte. Nun gut, ich habe die Sirenen gehört, welch lockender Gesang, aber ich bin, wenn auch unter Qualen, vorbeigesegelt. Ich kann durchaus stolz auf mich sein, ob meiner Standhaftigkeit.




Eigentlich könnte ich heute Abend einen kleinen Umweg machen und nachsehen, ob sie schon eine neues Zuhause gefunden haben, schließlich ist ja Herbstanfang und da kann es draußen schon mal unangenehm werden…
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Montag, 31. August 2009

Montag ...

Erst kurz im Büro und schon werde ich mit solch erbaulichen Wortkombinationen wie „Middle East Defence Events“ oder „Molekulares Trend-Präsent“ konfrontiert. Die Woche fängt ja vielversprechend an …
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Freitag, 21. August 2009

Erinnerungsstütze (1) ...

Nachdem bei mir eingebrochen wurde und mir all meine elektronischen Tagebücher in Wort, Bild und Ton vom letzten Jahr geraubt wurden, die mich doch für immer an all die schönen Erlebnisse erinnern sollten, war ich doch sehr froh, dass ich einiges davon (wenn auch nur wenig) „extern“ abgelegt habe und somit noch nach-lesen, -hören und -schauen kann, dass tatsächlich irgendetwas stattgefunden hat in der vergangenen Zeit.

Sonst verfalle ich gerne mal dem depressiven Gedanken, dass ich in der täglichen Routine einfach verschwinde und das wirkliche Leben spurlos an mir vorüberzieht.

Deshalb folgt jetzt eine kleine Zusammenfassung der letzten drei Wochen, nur damit ich später mal sagen kann: Da war doch was …

1. Amsterdam

Da meine Schwester und ich in zwei verschiedenen Städten leben, treffen wir uns meist in einer dritten Stadt. Diesmal sollte es Amsterdam sein, da sie sträflicherweise noch nie dort war, obwohl sie nur 2 Zugstunden entfernt wohnt.

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Für mich hat Amsterdam einen hochromantischen Anstrich, da meine erste Reise ohne Aufsichtsperson nur mit der besten Freundin dorthin führte. Erst wurde uns alles geklaut, dann neue Liebe, das erste Open Air Konzert, Sommer, Sonne, Sex, Drugs and Rock ‚n‘ Roll, das volle Programm. Genauso hatte ich mir eine Metropole vorgestellt. Ich schwärme heute noch davon.

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Da wir diesmal zwei Freunde aus Lissabon getroffen haben, wurden wir auch nicht gleich als die ungeliebten deutschen Nachbarn erkannt. Englisch kommt in dieser sonst so aufgeschlossenen Stadt immer noch besser an, dafür wird die eigene Vergangenheit gern verdrängt. Denn nicht nur die ehemaligen Kolonien haben viel Farbe (und viel Geld) in diese Stadt gebracht. Ist ja nicht immer alles nur schwarz oder weiß.

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Ansonsten war alles wie gewünscht: Sommer, Sonne, Wiedersehensfreude, eine Stadt in Feierlaune und genug leere Speicherkarten. Selbst der Blick vom Hotelzimmer im 17. Stock auf den Pool der „Celebrity“, die nebenan schwamm, ließ keine unschönen Gedanken a la David Foster Wallace aufkommen: „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“.


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Obwohl ich froh war, nicht auf einem Vergnügungsdampfer sein zu müssen, bestiegen wir doch ein Schiff, um die Stadt von den Grachten aus zu bewundern. Schnell haben wir dabei zwei Dinge gelernt: Orange ist nicht die Farbe der Holländer sondern Pink, jedenfalls an diesem Tag, und der CSD (Christopher STREET Day) findet in Amsterdam nicht, wie überall sonst auf der Welt, auf der Straße statt, sondern auf Booten, die den Verkehr auf den Grachten für diesen Tag komplett lahmlegten, zumindest den der Schiffe.

So durften wir vom Hafen aus, eingesperrt auf einem Boot (da fiel mir doch wieder der unglückliche Herr Wallace ein) zusehen, wie vor uns in den romantischen Grachten, für uns unerreichbar, die Party tobte große, lustige, pinkfarbene Phallussymbole zur Technomusik durch die Luft hüpften. Um mich ewig an das schlechte Timing zu erinnern, habe ich dann rosa Federn im Brackwasser fotografiert.



Wieder an Land haben wir die Grachten eben zu Fuß erkundet und da die Sonne schien und der Holländer an sich gerne auf den Stufen vor seiner offenen Haustüre sitzt und mit den Nachbarn Gedanken austauscht oder einen Wein trinkt, was für den Portugiesen und den Deutschen ja eher ein ungewohnter Anblick ist, aber durchaus eine sehr gelassene und gutgelaunte Stimmung verbreitet, letztendlich waren wir alle der Meinung, dass Amsterdam „totally different“ ist.

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In rosafarbener Laune wandelten wir später durch einen kleinen Park, in dem uns ein Schwarm grüner Papageien umschwirrte (da wurde mal ein Pärchen ausgesetzt und - schwupps - haben sie die Parks bevölkert), um dann in einem Glashaus zu Abend zu essen, mit Blick auf die hoch appetitlichen Köche, die uns gerne ihre Philosophie über die Kochkunst an sich und über das Gericht, das sie für uns kreiert hatten, im Speziellen erklärten. Das war ein Restaurant nach meinem Geschmack, denn dort wird gegessen, was auf den Tisch kommt und ich musste mich nicht mit schwierigen Entscheidungen rumquälen. Danke, Schwesterherz!


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Am nächsten Tag hat es geregnet. Ganz andere Stadt! Wir sind ins Museum gegangen: NEMO, Science Center. Sehr empfehlenswert! 5 Etagen und 4 Stunden ohne einen Spur von Langeweile. Und die Erkenntnis, dass der Niederländer seiner Jugend das Thema Sex wesentlich entspannter und humorvoller näherbringt, als wir es so tun. Ich war schwer beindruckt.

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Dann musste ich aber auch schon wieder zum Flughafen, natürlich mit dem Versprechen, uns schnell und bald wiederzutreffen. Geht ja viel zu schnell vorbei so ein Wochenende …

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(… das waren jetzt erst die ersten zwei Tage im August, puh.. dass mit „Wer A sagt, muss auch B sagen“ lass ich jetzt mal. Die Tage in Berlin, Bregenz und Baden-Baden kommen vielleicht später …)
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Dienstag, 4. August 2009

Sinnlose Inselbegabung …

Ich kann mir keine Zahlen merken, die mir unsympathisch sind, also z.B. deren Quersumme nicht 4 ergibt oder die sich untereinander nicht spiegeln oder verdoppeln lassen. Um mir nach Jahren endlich meine eigene Handynummer einzuprägen, musste ich mir eine komplizierte Bilderfolge merken, ohne die ich die Zahlenkolonne auch heute noch nicht fehlerfrei aufsagen kann. Aber damit ist es ganz einfach:

Man nehme die Antwort auf alle Fragen, füge dann die Vorwahl der Sowjetunion spiegelverkehrt ohne die letzte Zahl hinzu, verdopple die Antwort aller Fragen und beende die Zahlenfolge mit der eben ausgesparten Ziffer aus der Vorwahl. Fertig! Ist ganz einfach, spiegelt sich ein wenig (in der Entstehungsphase) und wenn man die Vorwahl des Netzanbieters mitrechnet, ergibt die Quersumme 2 mal 4. Immerhin.

Selbst die Türcodes, die ich jeden Tag eingeben muss, um an meinen Arbeitsplatz zu kommen, merke ich mir nicht numerisch, sondern lokal. Meine Finger drücken die richtigen Tasten an den Sicherheitsschlössern der Türen, aber wenn mich jemand fragen würde, könnte ich nicht sagen, welche Zahlen sich auf diesen Tasten befinden, geschweige denn wie der Türcode heißt.

Ähnlich geht es mir mit Namen oder Gesichtern. Wenn ich nicht sofort Sympathie für sie empfinde, entsorgt diese mein Kurzzeitgedächtnis umgehend als nicht erwünschte Information in meinem mentalen Mülleimer.

Andere Menschen empfinden dagegen eher eine Antipathie für diese wundervoll technischen Errungenschaften, die unser Leben so erleichtern, was ich persönlich so gar nicht nachvollziehen kann, aber immer wieder Zeuge dieses Unverständnisses werden muss. Zusammenhänge, die für mich vollkommen logisch sind und von denen ich annehme, dass jeder Dreijährige sie durchschaut, lassen erwachsene, durchaus gebildete Menschen schier verzweifeln, selbst wenn es nur darum geht, zwei Teile so zusammen zu stecken, dass sie einen funktionalen Sinn ergeben.

Neuerdings habe ich allerdings eine spezielle Begabung bei mir entdeckt: es fällt mir sehr leicht, Menschen an ihrem Schritt zu erkennen. Seitdem hunderte von Kollegen täglich an meiner offenen Bürotür vorbeigehen, weil sie lieber einen Umweg mit Fahrstuhl, als den direkten Weg zu ihrem Büro ohne Lift bevorzugen, weiß ich schon lange bevor sie in mein Blickfeld laufen, wer da kommt und was für Schuhe der- oder diejenige anhat.

Ich könnte hier und jetzt eine lange Abhandlung über die verschiedenen Möglichkeiten, einen Fuß aufzusetzen und die damit verbunden Geräusche, schreiben, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich verstehe diese Menschen nicht. Mir wäre schon der Umweg über ein anderes Gebäude zu meinem Büro zu umständlich, aber sie können sich den Türcode der Verbindungstür wohl leicht merken. Nun ich kann sie dafür alle schon im Nachbargebäude erkennen und wenn ich mir ihre Namen merken könnte, würde ich Ihnen vielleicht einen Willkommensgruß entgegen rufen …
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