Telefonate

Donnerstag, 14. August 2008

Charmeur …

Das Telefon klingelt.

- Hallo?
- Ich bin hier gerade bei Ikea und muss an dich denken.
- Beim Anblick billiger Möbel? Ich weiß ja nicht, ob das ein Kompliment ist.
- Ich kaufe doch meine Requisiten jetzt wieder selbst ein.
- So wird das nicht besser …
- Nein, also … ich wollte sagen, dass ich oft an dich denke, z.B. neulich in der Autowerkstadt ..
- Du schaust auf Autowracks und denkst …
- So meine ich das doch nicht … es ist nur …
- Ich glaube, ich will es gar nicht so genau wissen …

Dienstag, 24. Juni 2008

Hauptgewinn …

Meine Eltern sind geschieden und obwohl seit der Trennung schon einige Jahre ins Land gezogen sind und beide Elternteile inzwischen andere Partner geheiratet haben, herrscht zwischen beiden immer noch eine … nennen wir es mal … eine gewisse Kommunikationsschwäche. Der dadurch entstehende Informationsstau zwischen den beiden wird ein wenig durch meine Schwester und mich als Sprachrohr abgefangen, aber selbst die Verständigung zwischen Elternteil und Kind ist öfter durch Missverständnissen und/oder selektives Hören getrübt.

Gestern zum Bespiel rief mich meine Mutter in einer melancholischen Stimmung an, in der Hoffnung, ich könnte sie ein wenig aufheitern. In dieser Seelenlage holt sie gerne ihre Erinnerungen hervor und spickt sie mit hätte/wäre/wenn-Sätzen, um lang zurückliegenden Entscheidungen die Schuld für ihre jetzige Melancholie zu geben. Meine Versuche, ihr klarzumachen, dass andere Entscheidungen in der Vergangenheit zwar ihre Zukunft garantiert verändert hätten, aber nicht unbedingt in die gewünschte Richtung, versöhnte sie nach mehreren hätte/wäre/wenn-Fallbeispielen mit ihrem jetzigen Dasein und sie lachte wieder.

Selbst dem nicht so glücklichen Ende ihrer ersten Ehe konnte sie etwas abgewinnen: „ …schließlich habe ich ja euch beide. Ihr seid mein Trostpreis!“

Wenn ich nicht genau gewusst hätte, wie sie es gemeint hat, dann wäre ich jetzt ziemlich lange beleidigt …

Montag, 23. Juli 2007

Wochenendschnipsel (I) ...

Selbst wenn man sich in der fernen Fremde in die Hände Obhut wirklich wunderbarer Menschen gibt, schleichen sich doch kurzfristig Zweifel an deren Liebenswürdigkeit ein, wenn sie Sätze am Telefon sagen, die einem die Nackenhaare aufstellen: „Ja, die Stange ist für den Karren, damit man die Leichen besser transportieren kann… Und wenn der Mann nicht richtig brennt, muss man halt noch ein wenig Benzin drüber gießen. So einfach ist das!“

Donnerstag, 19. Juli 2007

Vorfreude via sms …

Guten Morgen, liebe D.! Nimm deine Badesachen mit, morgen hat es 39 Grad in Wien und ich muss noch einen Kuchen backen. Da kannst du zum Pool gehen …
Hach, wenn sich das nicht gut anhört ;)

Freitag, 4. Mai 2007

Schrecklich (III) ...

... wenn die eigenen Freunde einen nicht mehr ernst nehmen:

Himmel, bist du weichgespült ...

Freitag, 30. März 2007

Parallelwelten …

„Du glaubst nicht, wie schön es hier ist: die sanften Berge, man hört nur Vogelgezwitscher, vielleicht ab und zu einen Hund bellen und direkt hinter dem Haus beginnt der Wald. Wirklich ein Traum! Für 16-Jährige muss es die Hölle sein.“

Dienstag, 13. März 2007

Mein neuer Freund …

heißt Frank. Er ist der Hüter meiner kostbaren Freizeit, ohne etwas dafür zu verlangen. Er hält mir lästige Mitmenschen vom Leib und beschützt mich vor nervigen Anrufern. Er ist immer korrekt und höflich, lässt aber keine Gegenargumente gelten. Er verschafft mir Ruhe, wenn ich mich so sehr danach sehne. Frank ist einfach wunderbar, denn er geht ran. Danke, Frank!

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Verständigungsschwierigkeiten …

„Da muss doch etwas passiert sein, dass ich immer noch ständig an dich denken muss nach all den Jahren.“

„Ja, es ist Zeit vergangen.“

Dienstag, 18. Juli 2006

Danke schön ...

Letztes Wochenende hätte ich mich gern geteilt. Ich war gleichzeitig zu 2 Sommerfesten von sehr lieben Menschen eingeladen, leider sehr weit voneinander entfernt. Und da ich in diesem Land auch noch ein paar Dinge zu erledigen hatte, konnte ich nicht in das andere Land reisen. So fuhr ich mit dem König in diesem Land aufs Land zu meiner liebsten Freundin, um dort ums Feuer zu tanzen. Doch Dank einer Live-Schaltung via Mobiltelefon konnte ich doch noch die mir so ans Herz gewachsenen Menschen an der anderen Feuerstelle zumindest verbal umarmen. Und ein Geschenk bekam ich auch:

feuergiraffe

Donnerstag, 19. Januar 2006

Glück gehabt ...

- Frohes, Neues Jahr!
- Wünsche ich auch. Wie geht es dir denn?
- Nicht so gut.
- Wieso nicht?
- Habe Pleite gemacht.
- Oh, … und ich dachte schon, es wäre was Schlimmes.

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