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Maenner etc.

Mittwoch, 2. September 2009

Fluchtinstinkt …

Der Mann aus der anderen Stadt rast mit dem Auto und mir an seiner Seite durch eben diese und wird bei jedem erneuten Hindernis ein wenig ungehaltener und nach Überwindung desselbigen noch ein wenig schneller. In Erwartung der nächsten spontanen Vollbremsung und bei dem Versuch mich irgendwie im Wagen zu fixieren, damit ich nicht ungewollt in den Genuss einer kurzweiligen Schwerelosigkeit gerate, frage ich ihn, was ich mich selbst schon sehr oft gefragt habe: „Warum gerate ich eigentlich immer an Rennfahrer?“

Ich bin noch zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen, denn eigentlich meide ich, nach der langjährigen Beziehung mit dem Stockcar-Weltmeister, Kerle, die immer ein wenig nach einer Mischung aus Benzin, Öl und verbranntem Gummi riechen. Hilft aber nichts. Diese Rennfahrer-Affinität zieht sich wie ein roter Faden durch mein Liebesleben. Ich kann es mir nicht erklären, aber der Mann aus der anderen Stadt wusste sofort den Grund:

„Das ist der natürliche Fluchtinstinkt, den du bei Männern auslöst.“

Donnerstag, 2. Juli 2009

Oh, Henry ...

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Also, wenn mein Herz nicht schon jemand anderem gehören würde, hätte ich es gestern wiedermal Herrn Rollins aufgedrängt geschenkt ...

Mittwoch, 21. Januar 2009

Selektive Wahrnehmung …

Durch eine böse Entzündung unter einem Backenzahn bin ich gestern in die durchgestylte Praxis eines Kieferexperten geraten, der die exquisite Einrichtung seines Arbeitsplatzes wohl eher durch die lukrativere plastische Chirurgie finanzieren konnte.

Eigentlich lehne ich die Schönheitschirurgie ab, love me or leave me, war schon immer meine Devise, obwohl ich öfter schon mit der Liebe zu mir selbst gehadert habe. Doch die Augen anderer sehen ja nur, was sie auch sehen wollen, so ist das auch viel einfacher mit der Liebe.

Ich habe nichts dagegen, wenn andere ihr Äußeres mit Hilfe der medizinischen Möglichkeiten verändern, um ihre Chancen auf dem eitlen Markt des Begehrens zu erhöhen, allerdings glaube ich nicht wirklich an eine positive Verschiebung der Gewinnaussichten durch ein strafferes Gesicht oder vollere Brüste.

Andererseits hat mich die erste Begegnung mit einem plastischen Chirurgen in seiner Praxis dann doch zweifeln lassen, ob das männliche Auswahlverfahren nicht doch nur von diesen einfachen Schlüsselreizen gesteuert wird.

Ich sitze also hypernervös auf der ergonomisch geschwungenen Schlachterbank und warte auf den Gott in Weiß, zu dem mich mein Zahnarzt voller Zuversicht geschickt hat. Der Mann betritt den Raum, sieht mich etwas fragend an, blickt dann auf mein Dekolleté und fragt: „Kennen wir uns nicht? Ich dachte gerade, ich hätte sie schon mal gesehen.“

Freitag, 9. Januar 2009

Die Sache mit der Zahnbürste …

Wer sich mit mir einlässt, hat eigentlich nichts von dem zu befürchten, was einen Mann im Allgemeinen vor einem Anschluss an weibliche Wesen zurückschrecken lässt. Ich kann es selbst nicht besonders gut vertragen, wenn man mir zu nahe kommt, physisch wie psychisch. Meine Freiräume verteidige ich mit allen mir verfügbaren Waffen ohne Rücksicht auf Verluste. Deshalb kann ich durchaus verstehen, dass die freundliche Übernahme des eignen Refugiums sofort panische Angstfantasien auslöst.

Aus diesem Grunde hinterlasse ich auch keine persönlichen Dinge, die man braucht, wenn man länger als ein paar Stunden auf fremden Gebiet zu Gast ist, auch wenn es noch so praktisch wäre, weil sich zum Beispiel ein regelmäßiger Aufenthalt an dieser Zufluchtsstätte in der näheren Zukunft abzeichnet. Ich nehme alles wieder mit, sodass man durchaus auf den Gedanken kommen könnte, ich wäre gar nicht da gewesen, alles nur reine Phantasie.

Die Möglichkeit, jederzeit spurlos verschwinden zu können, beruhigt mich ungemein und lässt mich die Zeit in der Fremde völlig entspannt genießen. Niemand kann aus meinen Hinterlassenschaften eine Voodoopuppe basteln oder sonst irgendwelche Konsequenzen ableiten. Es ist nichts da zum anketten dingfest machen.

Am besten verstehe ich mich mit Lebewesen, die ähnlich angstbeladen solipsistisch agieren wie ich und durchaus in der Lage sind, ein erfülltes Leben ohne diesen verbreiteten Zusammenrottungszwang zu führen. Davon gibt es nicht viele, sie gehören einer aussterbenden Rasse an, was in der Natur der Sache liegt. Trotzdem war ich mir ziemlich sicher, so ein seltenes Wesen gefunden zu haben, bis ich heute morgen mein Badezimmer betrat.

Der Mann hat seine Zahnbürste da gelassen! Der Schock sitzt tief. Ich hoffe wirklich, dass er sie nur vergessen und nicht etwa deponiert hat …

Montag, 5. Januar 2009

Weibliche Logik …

Man(n) sagt ja Frauen nicht gerade ein ausgeprägtes technische Verständnis nach, trotzdem muss ich immer wieder mit ansehen, wie selbst Männer, die diese spezielle, am Y-Chromosom gekoppelte Befähigung, in einem langen Studium vertieft haben, an den einfachsten Aufgaben scheitern.

Und hierbei rede ich noch nicht einmal von der diffizilen Herausforderung ein Regal eines schwedischen Möbelhauses aufzubauen, nein, ich durfte letztens Zeuge werden, wie meine Kollegen, allesamt Techniker von Beruf, es fertigbrachten, die Umzugskartons für unseren Bürowechsel so zu falten, dass man sie leider nicht mehr für ihren eigentlich Zweck verwenden konnte.

Das ist auch eine Kunst, ich gebe es zu, erst recht, wenn man sämtliche leuchtend roten Hinweise, wie man diese Pappschachtel sinnvoll faltet, ignorieren kann, obwohl sie einem von jedem Teil des Behältnisses entgegenspringen.

Ich befürchte sogar, dass die Patentfaltung der Kartons, um den einfachen, aber trotzdem sicheren Transport von schweren Akten zu gewährleisten, von Frauen mit einschlägiger Erfahrung in der Verfrachtung von sperrigen Dingen entwickelt wurde und die Gebrauchtanweisung dieser möglicherweise deshalb gar nicht von Männer verstanden wird, obwohl Sätze wie: „Dieses Krempelpaket ebenfalls ganz nach innen umlegen. Wenn nach mehrfacher Benutzung die Klemmwirkung nachlässt, können Sie eine der seitlichen Sperren einrücken.“ doch wirklich jedem einleuchten müssten.

Andererseits haben die Vertreter des männlichen Geschlechts ein seltsam überproportionales Selbstbewusstsein, sodass Hilfe oder ein weiblicher Rat grundsätzlich abgelehnt wird, schon allein, damit die eigene Selbstachtung keine Kratzer bekommt. Auch meine dezenten Hinweise wurden ignoriert, sodass der erste Fachmann auf diesem Gebiet, der die falsch gepackte Last dann tatsächlich von A nach B tragen sollte, mit einem empörten „Das hat doch garantiert eine Frau gepackt!“ den Karton aus Mangel an stabilen Griffen aus Krempelpaketen wieder fallen ließ.

Jetzt stand zwar einer der wenigen Exemplare des starken Geschlechts vor mir, der anscheinend einen korrekt gefalteten Karton zu schätzen wusste, aber sich dadurch noch lange nicht von den auch an das Y-Chromosom gekoppelte spontane Schuldzuweisungszwang so schnell distanzieren konnte. Erst nachdem ich ihm den korrekten Sachverhalt männerverständlich erläutert hatte, seufzte er kurz und kleinlaut: „Was würden wir nur ohne euch Frauen machen?“

„Aussterben!“

Dienstag, 5. August 2008

Falscher Alarm ...

Ich frage mich ernsthaft, warum alle Männer in diesem Büro mit fragendem Blick zu mir gelaufen kommen, wenn hier der Feueralarm losgeht. Bin ich ein potentieller Brandherd?

Freitag, 25. April 2008

Frühlingsgefühle ...

Flirt

...warum sonst rufen auf einmal längst Verabschiedete wieder mit säuselnden Stimmen an?

Donnerstag, 24. Januar 2008

Überraschungen…

Manche Männer legen sich ja wirklich ins Zeug, um eine Frau zu beeindrucken und manchmal schießen sie auch über das Ziel hinaus (oder die durchaus gebräuchlichen Sitten anderer Länder wirken hier nicht auf die gleiche Weise). Da kann es dann doch zu Missverständnissen kommen, die den eigentlichen Plan stark gefährden. Auch Überraschungen kommen meist ungelegen, finde ich. Ich bin gerne vorbereitet. Spontanität hin oder her.

Als plötzlich an meiner Türe ein von Kopf bis Fuß bandagierte Mann klingelte, habe ich nicht sofort gedacht: „Oh, wie wunderbar: meine Urlaubsliebe ist aus seiner fernen Heimat zu mir gepilgert, weil sein Herz vor Verlangen so schmerzt, dass er vorsichtshalber seinen ganzen Körper in einen Verband gesteckt hat, um die Sehnsucht wenigstens so lange ertragen zu können, bis er mich (durch den winzigen Sehschlitz, den er zum Zwecke der Orientierung in seiner Mumientracht ausgespart hat) wieder sieht.“

Nein, ich habe gedacht: „Himmel hilf! Je größer die Stadt, desto mehr Wahnsinnige rennen frei herum.“ und habe die Tür, ohne ein Wort zu verlieren, mit Schwung wieder geschlossen. Schließlich wollte ich nicht auch mumifiziert werden. Es hat dann einige Zeit gedauert, bis er mich durch die geschlossene Tür überzeugen konnte, wer er sei und wie es zu diesem Aufzug kommen konnte.

Für mich ähnlich schwer zu verstehen, war das Verhalten eines Mannes, dessen Einladung zum Essen ich nach mehrfacher Nachfrage endlich angenommen hatte: statt selbst vor der Türe zu stehen, um mich abzuholen, hatte er ein rote Rose in meinen Türrahmen gehängt, an der ein rotes Band hing, das wohl die 3 Etagen des Treppenhauses entlang führte. Alle 2 Meter war eine in Plastik geschweißte Nachricht, die mit Blümchen und Herzen verziert war, für mich an dieses Band geknüpft.

Also folgte ich den aufmunternden Mitteilungen die 3 Etagen bis auf die Straße. Jetzt wusste ich auch, warum er all das „Schön, dass es dich gibt.“, „Nur noch ein kleines Stückchen“, „Folge dem roten Band der Liebe“, „Dieser Abend wird wunderbar.“ etcpp. in Plastik geschweißt hatte: denn das Botschaftenband führte noch ungefähr 150 Meter weiter die Straße entlang und es regnete.

Inzwischen hatte ich Begleitung auf meiner Schnitzeljagd Indizienreise, da sich auch andere Bewohner meines Hauses fragten, was das Ganze denn zu bedeuten hätte. Als sich auch noch Neugierige an den Fenstern der anderen Häuser in der Straße zeigten, gefiel mir die Situation, in der ich war, gar nicht mehr und ich begann zu bereuen, überhaupt Nahrung aufnehmen zu müssen. (Why do I go out with these geeky guys? Free food!) Als endlich das nasse und verschmutze Band der Liebe an der Kofferraumtür eines Automobils, mit der genauen Gebrauchsanweisung, wie diese zu öffnen sei, endete, hatte ich genug helfende Hände, die das für mich erledigten.

Kaum war der Kofferraum geöffnet, sprang auch schon meine Verabredung in Abendgarderobe heraus, stellte einen Champagnerkübel, den er in den Händen hielt samt zugehörigem Eis, Getränk und Silvesterraketen mitten auf die Straße, zündete eine Rakete an, die mit lautem Zischen in den Himmel stieg und dort explodierte, öffnete die Champagnerflasche, schenkte ihn in die beiden Gläser, die er aus den Anzugtaschen zog, gab mir ein Glas unter dem Feuerregen, der vom Himmel fiel und prostete mir zu.

Die Menge tobte. Selten zuvor habe ich mir so sehr gewünscht, dass die Erde sich doch bitte unter mir auftun und mich verschlingen möge. Wie gesagt, ich mag Überraschungen nicht besonders außer mein Name wird umrandet von einem Herzen von roten Doppeldeckern in den Himmel geschrieben und weniger ist ja oft mehr …

Mittwoch, 9. Januar 2008

Männer, diverse …

Es gibt ja solche und solche. Als Frau unterscheidet man meist zwischen kleinen Jungs und echten Männern (lassen wir mal die wenigen wunderbaren Wesen, die beide Spezies ausgewogen in sich vereinen, außen vor). Leider kann man diesen gravierenden Unterschied nicht allein an der äußeren Erscheinung erkennen (auch hier gibt es natürlich Ausnahmen), aber sobald sie den Mund aufmachen, wird es ganz offensichtlich.

Wenn z.B. dem Konzernchef plötzlich einfällt, dass ihn seine kleine Erkältung doch daran hindern wird, mit seinen hochrangigen Gästen in einer halben Stunde in das Sternerestaurant gehen zu können und man zur Vermeidung einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung lieber im Büro speisen würde, ich darauf Hilfe suchend zum Telefon greife und am anderen Ende der Leitung ein: „Für dich machen wir alles möglich!“ versprochen wird, dann ist die Zuordnung einfach, finde ich …

Donnerstag, 3. Januar 2008

SMS-Romantik ...

- Warum hast du mir eigentlich an Silvester 27 SMSs geschickt?

- Mir war danach.

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