Mittwoch, 7. April 2004

Wirklich wichtige Dinge...

Es gibt anscheinend Dinge auf dieser Welt (und zwar in meiner direkten Umgebung), die mich persönlich nur peripher tangieren - wenn ich sie überhaupt wahrnehme - die anscheinend wirklich wichtig sind – wenigstens für andere.

Heute zum Beispiel:

Ich habe das große Glück, von meinem Arbeitsplatz aus auf den Hafen blicken zu können (und wenn die Erde nicht rund wäre, könnte ich wahrscheinlich bis nach Italien schauen – wenn nicht bis nach Afrika, ach, bis zum Südpol). An dieser Aussicht fasziniert mich besonders und immer wieder das Wechselspiel des Lichtes und der Farben am heimatlichen Himmel. Was zur Folge hat, dass ich unzählige Fotos von Sonnenuntergängen, Sonnenaufgängen, Gewittern, Schneestürmen und ähnlichen Lichtspielereien spontan (und immer schussbereit) fotografisch festgehalten habe und mich öfter an den Ergebnissen erfreue (und außerdem regelmäßig andere Mitmenschen mit meinen künstlerisch wertvollen Erzeugnissen nerve). (Falls ich dann die Muße habe, mich damit zu beschäftigen, meiner Kiste beizubringen, dass der Scanner (Digicam war noch nicht im Budget – musste dem Sonnenurlaub weichen) tatsächlich existiert, werdet ihr alle gezwungenermaßen Zeuge werden). Und mal am Rande erwähnt und so unwahrscheinlich es sich anhört: die sensationellsten Sonnenuntergänge und –aufgänge habe ich im Winter im Hamburger Hafen erleben dürfen (na ja: München bei Föhn und mit den Bergen....war auch schon ziemlich klasse). Ich schweife ab...

Jedenfalls standen plötzlich heute Nachmittag ein paar meiner Kollegen an den Fenstern und sagten ständig: "Oh!", "Mein Gott", "Wenn das mal gut geht.." und Ähnliches... Ich weiß, dass das Aprilwetter recht facettenreich sein kann, aber von meinen hochgeschätzten Kollegen bin ich solch öffentlich dargestellte Gefühlsausbrüche wirklich nicht gewöhnt.

Der Grund dieser kollektiven Gefühlswallung waren zwei riesige Containerschiffe, die direkt vor unserem Büro in entgegengesetzter Richtung aneinander vorbeischipperten und drohten, durch ihre Größe das Flussbett zu sprengen oder zumindest zu kollidieren und mit der ganzen Ware, die aus Hong Kong-China kam bzw. nach China ging, bis auf Weiteres das Tor zur Welt zu verstopfen.

Trotz aller Befürchtungen ging alles gut, nichts knallte gegeneinander oder sank.
Das Fazit: " Tja, in China wird jetzt das Geschäft gemacht! Wir sterben ja sowieso bald aus."

Und ich interessiere mich immer noch für Lichtspiele am heimatlichen Himmel....



...oh Gott, der Mond hat mich schon wieder gefunden............
morgen wird er wohl voll sein...
nein, ich werde nicht wieder schlafwandeln....

Gute Nacht!
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