Ich bin ein Schisser …
ich gebe es zu. Es gibt Situationen, die jagen mir Angst ein. Es macht mir nichts aus, blond durch südliche Länder zu trampen oder ohne Geld in New York ausgesetzt zu werden, aber ein Besuch beim Zahnarzt lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Dabei habe ich meine halbe Kindheit beim Zahnarzt verbracht, da die Stellung meiner Zähne nicht der allgemein gültigen Ästhetik entsprach, obwohl einige Menschen wegen trotz einer Lücke zwischen den Schneidezähnen reich und berühmt geworden sind. Nun, die Lücke ist inzwischen verschwunden, aber meine Angst vor dem Zahnarzt ist immer noch da. Erschwerend kommt hinzu, dass ich in Panik gerate, sobald eine Spritze in mein Blickfeld gerät. Das sind nicht die richtigen Voraussetzungen, um entspannt auf einem Behandlungsstuhl sitzen zu können.
Es scheint mehrere Menschen mit dieser Phobie zu geben, denn warum sonst hätte mein Dentist, die Armlehnen der Behandlungsstühle, an denen man sich so schön festkrallen konnte, entsorgt. Der Verschleiß muss zu hoch gewesen sein. Außerdem arbeitet seine Praxis mit einem ausgeklügelten Zeitsystem, das keinen Patienten länger als eine Minute im Wartezimmer schmoren lässt, damit dieser sich das Ganze nicht noch einmal überlegen und die bevorstehende Konfrontation mit den schmerzbringenden Instrumenten auf unbestimmte Zeit verschieben kann.
Von allein kommt man ja selten auf die Idee, einen Zahnarzt zu besuchen, deshalb schreibt mir meiner alle 4 Monate einen Brief mit der Aufforderung, doch aus rein prophylaktischen Gründen einen Termin bei ihm auszumachen. Ein Gott in Weiß hat manchmal die Chance, meinen Fluchtinstinkt zu besiegen. Und gestern hat er es sogar fertig gebracht, mir die Vollnarkose auszureden, obwohl er den Bohrer schon in der Hand hatte. Das nenne ich Überzeugungskraft. Und er hat Recht behalten: es hat überhaupt nicht weh getan und ich bin auch nicht ohnmächtig geworden! Ein toller Kerl, mein Zahnarzt.

Es scheint mehrere Menschen mit dieser Phobie zu geben, denn warum sonst hätte mein Dentist, die Armlehnen der Behandlungsstühle, an denen man sich so schön festkrallen konnte, entsorgt. Der Verschleiß muss zu hoch gewesen sein. Außerdem arbeitet seine Praxis mit einem ausgeklügelten Zeitsystem, das keinen Patienten länger als eine Minute im Wartezimmer schmoren lässt, damit dieser sich das Ganze nicht noch einmal überlegen und die bevorstehende Konfrontation mit den schmerzbringenden Instrumenten auf unbestimmte Zeit verschieben kann.
Von allein kommt man ja selten auf die Idee, einen Zahnarzt zu besuchen, deshalb schreibt mir meiner alle 4 Monate einen Brief mit der Aufforderung, doch aus rein prophylaktischen Gründen einen Termin bei ihm auszumachen. Ein Gott in Weiß hat manchmal die Chance, meinen Fluchtinstinkt zu besiegen. Und gestern hat er es sogar fertig gebracht, mir die Vollnarkose auszureden, obwohl er den Bohrer schon in der Hand hatte. Das nenne ich Überzeugungskraft. Und er hat Recht behalten: es hat überhaupt nicht weh getan und ich bin auch nicht ohnmächtig geworden! Ein toller Kerl, mein Zahnarzt.

Desideria - 2006-03-23 16:28
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