Hallo Wien …
Gestern Abend klopfte es an meine Türe und da ich unterm Dach wohne und die Haustüre normalerweise geschlossen ist, dachte ich, dass es nur mein neuer Nachbar sein könnte, dem z.B. der Reis ausgegangen wäre und öffnete, entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten, nach einem kurzen, prüfenden Blick in den Spiegel, die Wohnungstür. Doch in Augenhöhe war nichts zu sehen, erst als ich nach unten schaute, entdeckte ich den Schrei von Edvard Munch gleich zweimal: „Gib uns Süßes, sonst gibt's Saures!“ drohten mir die beiden Monster mit piepsenden Stimmen hinter den schaurigen Masken.
Blöde Situation! Auf so etwas war ich nicht vorbereitet. Ich habe eigentlich nie Süßes im Haus, höchstens Saures (und Reis in jeder Form und Farbe). Wie sollte ich mich jetzt nur freikaufen? Ratlos schaute ich den wartenden, stummen Schreien ins Gummigesicht. Geschenke?! Geschenke … da war doch noch etwas übrig von den süßen Geschenken aus Wien – nur wo?
„Wartet mal ein Moment!“ beschwichtigte ich die kleinen Monster, die mir erwartungsvoll und ungeduldig ihre Tüten entgegenstreckten, und rannte durch die Wohnung auf der Suche nach meiner Rettung. Da war sie, diese edle, wunderbare Schokolade, die mir aus fernen Ländern mitgebracht wurde. Erleichtert, mich doch noch freikaufen zu können, legte ich die Tafel in eine der Tüten.
Die beiden schwarzen Gestalten sahen mich verdutzt an, bis einer von ihnen das Schweigen brach: „Aber … aber die ist ja viel zu teuer! Wollen Sie die nicht lieber behalten?“
Natürlich will ich die lieber behalten, als sie an kleine, schwarze Gummimonster zu verfüttern, aber wie soll ich sonst aus der Nummer rauskommen, ohne mein Gesicht zu verlieren, bitte schön?!
„Nein, nein, die ist für euch. Lasst sie euch schmecken. Viel Spaß!“ log ich generös.
„Boahr! Toll! Danke!“ piepsten die Ungeheuer und rannten glücklich die Treppe runter, bevor ich es mir anders überlegen konnte.
Hallo Wien: Danke für meine Rettung und ´tschuldigung, aber es ging nicht anders …
Blöde Situation! Auf so etwas war ich nicht vorbereitet. Ich habe eigentlich nie Süßes im Haus, höchstens Saures (und Reis in jeder Form und Farbe). Wie sollte ich mich jetzt nur freikaufen? Ratlos schaute ich den wartenden, stummen Schreien ins Gummigesicht. Geschenke?! Geschenke … da war doch noch etwas übrig von den süßen Geschenken aus Wien – nur wo?
„Wartet mal ein Moment!“ beschwichtigte ich die kleinen Monster, die mir erwartungsvoll und ungeduldig ihre Tüten entgegenstreckten, und rannte durch die Wohnung auf der Suche nach meiner Rettung. Da war sie, diese edle, wunderbare Schokolade, die mir aus fernen Ländern mitgebracht wurde. Erleichtert, mich doch noch freikaufen zu können, legte ich die Tafel in eine der Tüten.
Die beiden schwarzen Gestalten sahen mich verdutzt an, bis einer von ihnen das Schweigen brach: „Aber … aber die ist ja viel zu teuer! Wollen Sie die nicht lieber behalten?“
Natürlich will ich die lieber behalten, als sie an kleine, schwarze Gummimonster zu verfüttern, aber wie soll ich sonst aus der Nummer rauskommen, ohne mein Gesicht zu verlieren, bitte schön?!
„Nein, nein, die ist für euch. Lasst sie euch schmecken. Viel Spaß!“ log ich generös.
„Boahr! Toll! Danke!“ piepsten die Ungeheuer und rannten glücklich die Treppe runter, bevor ich es mir anders überlegen konnte.
Hallo Wien: Danke für meine Rettung und ´tschuldigung, aber es ging nicht anders …
Desideria - 2007-11-01 11:07
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