Technische Probleme ...
Da meine zwei sehr formschönen, aber leider nicht funktionstüchtigen Wecker im Moment nur meinen Elektroschrotthaufen verschönern (ich werde diesen irgendwann mit Klarlack übergießen oder mit einem Heißluftgerät zu einem Kunstwerk zerschmelzen, das den Aufstieg und Fall der „form follows function“-Idee der letzten Jahrzehnte dokumentiert), benutze ich als Übergang die Weckfunktion meines Mobiltelefons, um mich von den nächtlichen Träumen zu verabschieden.
Immerhin hat das den Vorteil, dass dieses Ding weiß, wann Wochenende ist und dann stumm bleibt, außerdem kann man verschiedenen Melodien auswählen, damit die morgendliche Schockwirkung nicht zum plötzlichen Herzstillstand führt. Ich persönlich empfinde es als angenehm, verschiedene Klänge bestimmten Situationen zuordnen zu können, sodass ich nicht bei jedem sirenenartigen Geräusch denke, ich müsste jetzt fluchtartig das Gebäude verlassen, weil gerade irgendjemand das Haus abfackelt, obwohl nur die Tür des Kühlschrankes zu lange offen stand.
Gestern Nacht allerdings kam ich doch ein wenig durcheinander, weil ich zwar von meiner Weckmelodie erwachte, diese sich aber trotz grober Gewalt nicht an meinem Handy eliminieren ließ. Ein hinterlistiger Imitator musste in der Wohnung sein Unwesen treiben. Schlaftrunken und nicht gerade hocherfreut über die nächtliche Störung, suchte ich im Dunkeln dem Ton folgend nach dem Übeltäter bis ich vor meinem Festnetztelefon stand, das mich wild anblinkte und immer noch meine Weckmelodie sang. Der Pawlowsche Effekt funktioniert ja nicht nur bei Hunden.
Vielleicht gab es irgendwann mal einen tieferen Sinn, dass ich glaubte, nächtliche Anrufe, die ja selten etwas Gutes bedeuten, mit meiner eigentlichen Weckmelodie zu programmieren, so als ob ich Feuerwehrfrau, Notärztin oder Kiez-Schlosserin für plötzlich nicht mehr zu findende Handschellenschlüssel wäre. Den wirklichen Grund konnte ich mitten in der Nacht nicht mehr so recht nachvollziehen, deshalb nahm ich das blinkende Ding in die Hand und sagte einfach: Hallo?!
Dummer Fehler, aber dafür wurde mir sofort wieder klar, warum man bei überraschenden, mitternächtlichen Anrufen besser hellwach sein sollte und deshalb eine Weckrufmelodie durchaus ihre Daseinsberechtigung hat, besonders wenn der Anrufer von der anderen Seite des Planeten sehr wohl noch hell und dunkel unterscheiden kann.
„Willst du mich heiraten?“
„Um Himmels Willen: Nein!“
„Wieso denn nicht?“
„Ich will weder deinen Brand löschen, noch deine Wunden heilen oder dich aus einengenden Situationen befreien müssen.“
„Nein?“
„Nein!“
Schließlich habe ich genug eigene Probleme …
Immerhin hat das den Vorteil, dass dieses Ding weiß, wann Wochenende ist und dann stumm bleibt, außerdem kann man verschiedenen Melodien auswählen, damit die morgendliche Schockwirkung nicht zum plötzlichen Herzstillstand führt. Ich persönlich empfinde es als angenehm, verschiedene Klänge bestimmten Situationen zuordnen zu können, sodass ich nicht bei jedem sirenenartigen Geräusch denke, ich müsste jetzt fluchtartig das Gebäude verlassen, weil gerade irgendjemand das Haus abfackelt, obwohl nur die Tür des Kühlschrankes zu lange offen stand.
Gestern Nacht allerdings kam ich doch ein wenig durcheinander, weil ich zwar von meiner Weckmelodie erwachte, diese sich aber trotz grober Gewalt nicht an meinem Handy eliminieren ließ. Ein hinterlistiger Imitator musste in der Wohnung sein Unwesen treiben. Schlaftrunken und nicht gerade hocherfreut über die nächtliche Störung, suchte ich im Dunkeln dem Ton folgend nach dem Übeltäter bis ich vor meinem Festnetztelefon stand, das mich wild anblinkte und immer noch meine Weckmelodie sang. Der Pawlowsche Effekt funktioniert ja nicht nur bei Hunden.
Vielleicht gab es irgendwann mal einen tieferen Sinn, dass ich glaubte, nächtliche Anrufe, die ja selten etwas Gutes bedeuten, mit meiner eigentlichen Weckmelodie zu programmieren, so als ob ich Feuerwehrfrau, Notärztin oder Kiez-Schlosserin für plötzlich nicht mehr zu findende Handschellenschlüssel wäre. Den wirklichen Grund konnte ich mitten in der Nacht nicht mehr so recht nachvollziehen, deshalb nahm ich das blinkende Ding in die Hand und sagte einfach: Hallo?!
Dummer Fehler, aber dafür wurde mir sofort wieder klar, warum man bei überraschenden, mitternächtlichen Anrufen besser hellwach sein sollte und deshalb eine Weckrufmelodie durchaus ihre Daseinsberechtigung hat, besonders wenn der Anrufer von der anderen Seite des Planeten sehr wohl noch hell und dunkel unterscheiden kann.
„Willst du mich heiraten?“
„Um Himmels Willen: Nein!“
„Wieso denn nicht?“
„Ich will weder deinen Brand löschen, noch deine Wunden heilen oder dich aus einengenden Situationen befreien müssen.“
„Nein?“
„Nein!“
Schließlich habe ich genug eigene Probleme …
Desideria - 2007-11-16 19:14
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