Es gibt eine Stelle in meiner Wohnung, die mir Rätsel aufgibt. Sie strahlt etwas Unheimliches ab. Eine eigenartige, nicht greifbare Kälte. Obwohl sie sich direkt neben dem Heizkörper befindet, unter einem Dachbalken. Aus rein physikalischer Sicht müsste es dort wärmer sein, als an allen anderen Stellen in diesem Zimmer. Ist es aber nicht.
Meine beiden Kater meiden diesen Ort und nehmen lieber einen Umweg zu ihrem Lieblingsplatz auf dem Fensterbrett. Ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn ich plötzlich diese traurige Kühle spüre. Manchmal ist sie kälter als sonst, ich habe allerdings noch keine Verkettung mit anderen zeitlichen Phänomen, wie etwa dem Mondzyklus, feststellen können.
Es scheint etwas Emotionales dahinter zu stecken. Etwas Ruheloses. Vielleicht aus der fernen Vergangenheit, als meine Wohnung noch kein ausgebautes Apartment, sondern noch ein Dachstuhl war, auf dem man altes Zeug abstellen und man um die Balken noch ein Seil binden konnte …
Desideria - 2008-04-16 14:34
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Ich sollte dazu übergehen, alle ausnahmslos „Schatz“ oder von mir aus auch „Darling“ zu nennen, dann würde ich nicht dauert in diese peinlichen Situationen kommen. Freudsche Versprecher als Offenbarung für alle, an wen ich wirklich denke, auch wenn ich von ganz anderen Menschen sprechen will. Schrecklich.
Und ich habe es noch nicht einmal bemerkt. Erst auf die Nachfrage völlig verwirrter Zuhörer wurde mir bewusst, dass mein Hirn anscheinend selbstständig Befehle aus meinem Sprachzentrum an mein loses Mundwerk sendet, ohne die sonst übliche Kontrolle meines Bewusstseins auch nur im Ansatz zu streifen.
So ein Fauxpas kann einen ja in die schrecklichsten Situationen bringen und/oder langjährige Freundschaften völlig unvermutet in Rauch aufgehen lassen. So ein falscher Vorname kann ein eben noch sehr intimes Stelldichein schnell in ein verfeindetes Lager verwandeln, in dem scharf geschossen wird. Ist alles schon vorgekommen. Hier ist wirklich Vorsicht geboten.
Letztes Mal hatte ich aber Glück: der Mann, dessen Name ich anscheinend für alle Lebewesen in meinen Erzählungen benutzt habe, hatte Humor und fragte einfach noch einmal nach, von wem ich denn eigentlich jetzt genau erzählen würde... puuh.
Danke, Schatz!
Desideria - 2008-04-15 17:31
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... back from the
BOLD-Planet.
Aber ich werde bei jedem Blick aus meinem Bürofenster wieder zurückgebeamt: dort steht doch tatsächlich jetzt unter Palmen ein Beduinenzelt an tiefblauem Pool ... so kann ich nicht arbeiten.
Desideria - 2008-04-14 15:52
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Am Frühstückstisch im Garten unter Palmen sitzen und dabei zusehen können, wie wohl schwindelfreie Menschen das höchste Gebäude der Erde bauen, ist schon ein eigenartiges Gefühl. Gefällt mir aber, irgendwie ...
Desideria - 2008-04-05 09:54
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So schön der Ausblick aus meinem Büro auch sonst sein mag, selbst wenn alles Grau in Grau ist wie heute, manchmal glaube ich, dass irgendeine nicht weiter zu definierende Schicksalsmacht mir persönlich den Tag verderben will und ich deshalb die Einzige in diesem Unternehmen bin, die von ihrem Schreibtisch aus direkt auf einen sehr blauen Pool blicken kann, der selbst das depressivste Grau Lügen straft und mir entgegenleuchtet, als wenn es schon Sommer wäre. Zu allem Überfluss stehen auch schon zwei Palmschirme bereit. Ich will so etwas nicht sehen, wenn ich arbeiten muss.
Wie sagte Judy Garland mal so treffend: Uneingeschränkte Lebensfreude ist das beste Rezept, anderen auf die Nerven zu gehen.
Und wenn ich nicht übermorgen an den Persischen Golf fahren würde, hätte dieser ach so blaue Pool echte Chancen, mir die Laune zu verderben…
Desideria - 2008-04-02 12:00
1966
Männer sind auch nur Menschen
Wer's glaubt...
die Wahrheit wächst ja bekanntlich nicht auf Bäumen ;)
Desideria - 2008-04-02 11:10
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