Donnerstag, 10. September 2009

Alle in einem Boot …

Morgen ist es wieder soweit. Der alljährliche, gemeinsame Ausflug unserer Firma ins Ungewisse steht an. Geheimhaltung ist oberste Priorität des Organisators. Das hat nicht zu unterschätzende Vorteile. Es gibt keine Vetoschreie seitens der Mitreisenden und genug Spekulationsrumor, um diese bis dahin zu beschäftigen.

Nun ja, die Möglichkeiten, 3 Dutzend Menschen, verschiedensten Alters und unterschiedlichsten Vorstellungen von Spaß, einen Tag durch die Gegend zu kutschieren, ohne dass Ihnen langweilig wird oder sie womöglich total überfordert werden, sind nicht nur monetär begrenzt. Da kann man sich schon einiges zusammenreimen.

Außerdem gab es noch hilfreiche Hinweise, wie etwa: „Es könnte regnen“ oder „Reisepass mitnehmen“, das kann allerdings auch eine Finte sein. Man soll, so munkelt man, dort auch ins Wasser gehen können, wenn man denn wollte. Fernerhin geht das Gerücht, dass wir morgen 3 (drei!) Länder bereisen würden, wobei die Kombination Länder/Reisepass wahrscheinlich davon ablenken soll, dass wir mit unserem eigenen Bundesland, Schleswig Holstein und Niedersachsen auch schon 3 Länder bereist hätten, wenn wir nur einmal um Hamburg herumfahren würden. Auch schön, irgendwie.

Ansonsten gäbe es noch den Bodensee, auch 3 Länder und Wasser. Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass wir in den Zeiten der Krise alle ein Flugzeug besteigen werden und das auch noch am Jahrestag von 9/11.

Dann wären da noch die Benelux-Länder, dafür spricht eigentlich nur, dass der sozialkontaktefördernde Ausflug von einem Mitglied der Buchhaltung arrangiert wurde und bei der Suche nach einem geeigneten Ausflugsziel ein gewisser Magnetismus die Oberhand gewonnen hat. Andererseits ist diese Berufsgruppe nicht gerade für ihren ausgesprochenen Vorwitz bekannt.

Gut, dann doch gen Norden. Skandinavien. Das wäre schön. Dort war ich nämlich noch nicht. Ich habe bis jetzt nur einer Fähre von Fehmarn nach Dänemark hinterher gesehen. Und Wasser ist da ja genug. Und statt mit dem Flugzeug könnten wir mit einem Schiff reisen. Aber wir sitzen ja eh alle in einem Boot …

Being between the devil and the deep blue sea
3112

Freitag, 4. September 2009

Freitags-Giraffen passend zur Stimmung ...

frrrreiitag
2200

PMS...

Mit einem freundlichen Wort
und einer Waffe erreicht man mehr
als mit einem freundlichen Wort allein.

(Al Capone)
3033

Mittwoch, 2. September 2009

Fluchtinstinkt …

Der Mann aus der anderen Stadt rast mit dem Auto und mir an seiner Seite durch eben diese und wird bei jedem erneuten Hindernis ein wenig ungehaltener und nach Überwindung desselbigen noch ein wenig schneller. In Erwartung der nächsten spontanen Vollbremsung und bei dem Versuch mich irgendwie im Wagen zu fixieren, damit ich nicht ungewollt in den Genuss einer kurzweiligen Schwerelosigkeit gerate, frage ich ihn, was ich mich selbst schon sehr oft gefragt habe: „Warum gerate ich eigentlich immer an Rennfahrer?“

Ich bin noch zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen, denn eigentlich meide ich, nach der langjährigen Beziehung mit dem Stockcar-Weltmeister, Kerle, die immer ein wenig nach einer Mischung aus Benzin, Öl und verbranntem Gummi riechen. Hilft aber nichts. Diese Rennfahrer-Affinität zieht sich wie ein roter Faden durch mein Liebesleben. Ich kann es mir nicht erklären, aber der Mann aus der anderen Stadt wusste sofort den Grund:

„Das ist der natürliche Fluchtinstinkt, den du bei Männern auslöst.“
3183

Dienstag, 1. September 2009

Dienstag, Herbstanfang, theoretisch…

Heute morgen bei 16° C um 7.00 Uhr im Park der Sonne entgegen gerannt, zwar ziemlich langsam, aber ohne anzuhalten, obwohl jemand am Wegesrand eine perfide Falle aufgestellt hatte und das wahrscheinlich im Morgengrauen. Da lag doch in einem offenen Karton ein niedliches Paar bunter Sommerschühchen, ganz nach meinem Geschmack. Das nenne ich akkurates Zeitmanagement, pünktlich zum Herbstanfang werden die sommerlichen Sandaletten entsorgt.

Ich weiß nicht, wer damit angefangen hat, aber in meinem Viertel, ja selbst im Park, stehen dauernd irgendwelche Kartons und Kisten rum, in denen Dinge liegen, die der Besitzer nicht mehr braucht oder aus irgendwelchen Gründen nicht mehr haben will und er sie deshalb mitten in der Großstadt, manchmal mit einem Schild „Zu verschenken“ oder „Zum Mitnehmen“, ausgesetzt hat. Die ganze Gegend hat so ein Flair von Permanent-Flohmarkt nur ohne Feilschen.

Selbst ich stelle manchmal Vasen auf den Glascontainer oder Bücher auf den Papierrecycler, anstatt sie hineinzuwerfen und bin jedes Mal hoch erfreut, wenn sie einen neuen Besitzer gefunden haben, der ihnen ein schönes Zuhause gibt auch wenn nur ein ordnungsliebender Herzloser sie richtig entsorgt hat, so habe ich es wenigstens versucht.

Selbst auf dem Rückweg lief ich tapfer an der hübschen Präsentschachtel vorbei, obwohl ich einem ausgefallenen Schuh sonst nie widerstehen kann. Ich besitze Schuhe, die ich noch nie getragen habe und es aller Wahrscheinlichkeit nach auch nie tun werde, nur weil sie mir so gut gefallen. Nun jeder frönt seinem Fetisch auf seine Weise.

Aber wie würde das aussehen, wenn ich durch den Park jogge mit einem Paar Stöckelschuhe in der Hand? Trotzdem fühlte ich mich bei dem Gedanken wie Odysseus, der sich an den Mast binden lies, damit er dem Gesang der Sirenen widerstehen konnte. Nun gut, ich habe die Sirenen gehört, welch lockender Gesang, aber ich bin, wenn auch unter Qualen, vorbeigesegelt. Ich kann durchaus stolz auf mich sein, ob meiner Standhaftigkeit.




Eigentlich könnte ich heute Abend einen kleinen Umweg machen und nachsehen, ob sie schon eine neues Zuhause gefunden haben, schließlich ist ja Herbstanfang und da kann es draußen schon mal unangenehm werden…
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Montag, 31. August 2009

Montag ...

Erst kurz im Büro und schon werde ich mit solch erbaulichen Wortkombinationen wie „Middle East Defence Events“ oder „Molekulares Trend-Präsent“ konfrontiert. Die Woche fängt ja vielversprechend an …
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