Samstag, 18. Juli 2009

Überraschungseier-Update (3) ...

Das war eine schwere Nacht. Die ganze Zeit regnete es Hunde und Katzen in Strömen und das ist nicht sonderlich günstig, wenn man in einer Regenrinne versucht, unsterblich zu werden.

Am liebsten hätte ich einen Schirm über das Nest installiert, aber wie, wenn die Nutznießer vor so viel Fürsorge fliehen würden und das Wasser außerdem auch noch von unten kam.

regen

Heute Morgen, als ich aus meinem warmen Bett zum Kühlschrank stolperte, um einen Schluck Wasser zu trinken und mein Blick auf diese durchnässte Kreatur fiel, die stoisch dem Unwetter trotze, war ich wirklich von soviel ... ich weiß gar nicht wie ich es nennen soll, eine Mischung aus Rückgrad, Demut und Fürsorge ... „Faith“ schwerst beeindruckt.

sonne

Aber ich habe den männlichen Part der monogamen Beziehung vermisst und ihn ein wenig ob seiner Abwesenheit verflucht, aber heute Mittag hat er dann doch seine Schutzarbeit in der Regenrinne angenommen ... es bleibt spannend.

papa
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Freitag, 17. Juli 2009

Taubenei-Update (2) …

Man lernt ja viel, wenn das „wirkliche Leben“ eine Gratis-Vorstellung vor dem Küchenfenster gibt. Die freie Sicht auf die Natur hat doch etliche Fragen aufgeworfen, die ich jetzt Dank des virtuellen Weltwissens beantworten kann.

So wurde z. B. mein Bild von einem richtigen Vogelnest revidiert und von nun an sehe ich auch in locker zusammengesteckten Stöckchen eine Brutstätte, auch wenn diese eigentlich nur eine Ei-Wegroll-Sperre ist.

nest
Selbst mein Mitleid mit der Taubendame, die ohne Wasser und Brot den ganzen Tag den Nachwuchs mit vollem Körpereinsatz wärmt, während der Taubenmann lustig durch die Gegend fliegt, ist dem besser erträglichem Respektgefühl gewichen, seitdem ich weiß, dass die beiden sich beim Brüten abwechseln und der männliche Part vorwiegend in der Zeit das Haus hütet, in der ich aushäusig bin, um die kostspielige Ernährung meiner Kater zu sichern.

papa
Da ich gestern Morgen keinen Blick auf das angeknackste Ei werfen konnte, weil es die ganze Zeit gehudert wurde, befürchtete ich, dass es womöglich von so viel Liebe erdrückt würde. Doch gestern Abend gelang es mir beim Schichtwechsel einen Blick in das „Nest“ zu werfen und siehe da: Das defekte Ei hat überlebt und es ist sogar noch eins hinzu gekommen! Ich bin sehr stolz auf mein Küchenfenster-Regenrinne-Taubenpaar!

eier
Leider soll es ja heute stark regnen, da hilft wohl nur Daumendrücken, dass die Wegroll-Sperre ihren Zweck erfüllt…

... ohje, es donnert schon.
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Mittwoch, 15. Juli 2009

Taubenei-Update ...

P1120919

Das Ei ist noch da, hat aber schon einen kleinen Knacks. Ohoh ...
Andererseits hält die Schüssel mit dem Sprung auch immer am längsten, oder?!

P1120917
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Dienstag, 14. Juli 2009

Vom Sinn der Zielstrebigkeit …

Es gibt Lebewesen, die ich aus tiefstem Herzen bewundere, weil sie ihr einmal gestecktes Ziel unbeirrbar trotz widrigster Umstände verfolgen. Koste es, was es wolle.

Wenn mein Vorhaben auf Anhieb nicht klappt, wende ich mich beleidigt anderen Dingen zu oder werfe wahlweise den Grund meines Unbehagens gegen die Wand, was ein weiteres Miteinander meist unmöglich macht.

Das sind die guten Tage, an schlechten Tagen gehöre ich zu den abwägenden Zauderern, die den Weg der geringsten Widerstände bevorzugen, was mich noch mehr ärgert und mich meinem Ziel keinen Schritt näher bringt.

Dann beneide ich diejenigen, die konsequent bei der Sache bleiben, selbst wenn sie immer wieder von vorne anfangen müssen. Böse Zungen behaupten, dass hätte nichts mit eifriger Zielstrebigkeit zu tun, sondern wäre einfach nur pure Sturheit, aber der Volksmund sagt, dass Hartnäckigkeit zum Ziele führt.

Gestern durfte ich wieder solch hartnäckige Sturheit bewundern. In der Regenrinne unter meinem Küchenfenster versuchte zum gefühlten hundertsten Mal, ein Taubenpaar turtelnd ein Nest zu bauen. Sie schienen sich weder von den gierigen Blicken nicht nur meiner zwei Kater am Fenster einschüchtern, noch von der Tatsache, dass eine Regenrinne ein denkbar ungünstiger Brutplatz in einer durchaus regenreichen Gegend ist, beeindrucken zu lassen.

Selbst der wiederholte Verlust des Nestes durch Regen und Sturm in den vergangenen Jahren, hielt die beiden nicht davon ab, an genau der gleichen Stelle kleine Stöckchen ineinander zu stecken und für den gemeinsamen Nachwuchs auszupolstern.

Meist ist die Brutstätte schon wieder zerstört, bevor das erste Ei gelegt ist, aber diesmal verfolgen die beiden wohl eine neue Strategie und so lag heute Morgen schon der erste Nachwuchs zwischen den losen Stöckchen des Nestrohbaus. nachwuchs Ich ziehe den Hut vor so viel Mut Risikobereitschaft.

Letztes Jahr gelang es den beiden sich über 3 Eier zu freuen, aber innerhalb von wenigen Tagen, freute sich eine Elster noch viel mehr darüber. Und das war auch nicht das erste Mal.

Ich bin wirklich gespannt, ob das Ei heute Abend noch in der Regenrinne liegt . Hoffentlich hat es bis jetzt nur Gesellschaft von Artgenossen bekommen.

Auch wenn ich persönlich dieses Durchhaltevermögen nie an den Tag legen würde, macht es natürlich Sinn, dass diese zielstrebigen Kreaturen immer und immer wieder versuchen, eine Familie zu gründen, schließlich wollen auch Elstern etwas essen, aber aus der Sicht der Turteltauben ist das Ganze doch eher frustrierend. Finde ich jedenfalls, aber sie machen immer weiter.

ei

Nun ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt …
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Montag, 13. Juli 2009

Augenaufschlag ..

Versöhnlich soll mich mein Horoskope für diese Woche stimmen, aber ...

Der Charmefaktor verbessert sich wieder (siehe letzte Woche), hier und da erreichen Sie Ihre Ziele schon wieder einfach mit einem Augenaufschlag, statt mit reeller Arbeit. Das hebt auch Ihre Stimmung und Sie wirken direkt wieder wie ein umgänglicher Zeitgenosse. Das sollten Sie unbedingt nutzen und den einen oder anderen etwas hängengebliebenen Kontakt mit Freunden wieder aufleben lassen. Je spaßorientierter desto besser.
... was das andere Geschlecht immer wieder verkennt, ist, dass ein richtig eingesetzter Augenaufschlag tatsächlich reelle Arbeit ist. Leider wird diese schwere und doch kreative Arbeit von dem Mann in der anderen Stadt schon aus Prinzip nicht honoriert ...
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