.. sie ist 79, immer noch bei guter Gesundheit und voll Gottvertrauen.
Seit drei Jahren ist sie alleine. Er ist einfach eingeschlafen, mitten
im Freitagabendkrimi, den sie seit Jahrzehnten zusammen geschaut
haben. Einfach eingeschlafen, nicht mehr aufgewacht, sein tiefes
schweres Schnaufen, knapp vor der Grenze zum Schnarchen hat
einfach aufgehört.
Sie sieht ihn immer noch, spürt ihn um sich herum, riecht seinen
Schweiss in den Hemden, hört sein meckerndes Lachen, aber
ihre Hand greift ins Leere, wenn sie ihn berühren will. Ihre bis ins
Alter so glatte jugendliche Haut altert seit dem, als müsste sie
die geschenkten Jahre so schnell wie möglich aufholen. Ihr Gesicht
ist schmal geworden, sagen ihre Kinder, ihre Finger wurden dünn.
So dünn, dass ihr irgendwann der Ring, der damals ein unvernünftiges
Vermögen gekostet hat, fast vom Finger gerutscht ist und sie ihn
seit dem in ihrem Portemonnaie bei sich getragen hat. Sie hört
sein Lachen als sie wegen des vielen Geldes damals stöhnte.
"Ach" sagte er,"es ist doch für die Ewigkeit" und lachte.
Ewig währt am längsten.
wow, rührend.... ich kann die beiden förmlich vor mir sehen....
die arme - auch wenn die wirklichkeit nur halb so mitreißend ist, sollte sie ihren ring wiederbekommen. aber das ist wahrscheinlich hoffnungslos, oder?
"Einmal, am Breungenborner Markt, hat sie mir einen Groschen gegeben, und sagte dabei zu mir: "Du sagst aber niemandem etwas davon, ich geb ihn dir, du bist mein Allerbestes". Ich kaufte mir dafür eine Glückstüte, die ich visitiert habe. Ein Ringelchen war drin, das ich mir schon immer für meine Finger gewünscht hatte. Aber ich hatte nicht lange Freude daran. Bei der Oma auf dem Plumpsklo spielte ich mit dem Ringelchen und es fiel mir hinein. Ich hab gemeint, ich könnte nicht mehr aus dem Häuschen raus. Das war ganz schlimm. Ich war 10 Jahre alt..."
ich stelle mir sie vor..
Seit drei Jahren ist sie alleine. Er ist einfach eingeschlafen, mitten
im Freitagabendkrimi, den sie seit Jahrzehnten zusammen geschaut
haben. Einfach eingeschlafen, nicht mehr aufgewacht, sein tiefes
schweres Schnaufen, knapp vor der Grenze zum Schnarchen hat
einfach aufgehört.
Sie sieht ihn immer noch, spürt ihn um sich herum, riecht seinen
Schweiss in den Hemden, hört sein meckerndes Lachen, aber
ihre Hand greift ins Leere, wenn sie ihn berühren will. Ihre bis ins
Alter so glatte jugendliche Haut altert seit dem, als müsste sie
die geschenkten Jahre so schnell wie möglich aufholen. Ihr Gesicht
ist schmal geworden, sagen ihre Kinder, ihre Finger wurden dünn.
So dünn, dass ihr irgendwann der Ring, der damals ein unvernünftiges
Vermögen gekostet hat, fast vom Finger gerutscht ist und sie ihn
seit dem in ihrem Portemonnaie bei sich getragen hat. Sie hört
sein Lachen als sie wegen des vielen Geldes damals stöhnte.
"Ach" sagte er,"es ist doch für die Ewigkeit" und lachte.
Ewig währt am längsten.
die arme - auch wenn die wirklichkeit nur halb so mitreißend ist, sollte sie ihren ring wiederbekommen. aber das ist wahrscheinlich hoffnungslos, oder?
Um Himmels Willen ...
Ich würde ihr sehr gerne ihren Ring zurückgeben ...
noch ein Ring und noch eine Geschichte..
Nachzulesen und zu kaufen [hier]