Spielerin ...

Nun, es ist ja offensichtlich, dass ich diesen sinnfreien Tests nicht widerstehen kann. Egal, ob es nun darum geht, inwieweit meine Haarfarbe farblich zu meiner favorisierten Zahnpasta passt, natürlich nur, wenn man die Sternschnuppenwahrscheinlichkeit der nächsten 30 Jahre und die eventuell dadurch auftretenden hormonellen Schwankungen mit viel Wohlwollen mit einbezieht oder ob das genaue Datum meines, wie dramatisch auch immer, Dahinsiechens berechnet werden soll: Ich bin dabei!

Egal, wie weit mich das Ergebnis in die dramatischen Fluten des Selbstzweifels zurückwerfen wird: ich will es wissen! ("Ich möchte wissen, wer es gewesen ist, der den Menschen als vernünftiges Tier definiert hat. Der Mensch ist vielerlei, aber er ist nicht vernünftig.")

Dadurch habe ich schon ungeahnte Fassetten meiner ach so schillernden Persönlichkeit entdecken können, die mir bis dato vollkommen verborgen geblieben waren. Diese sind allerdings so vielfältig und leider nicht immer moralisch wertvoll, sodass ich jetzt nicht weiter darauf eingehen möchte. ("Es ist mir immer recht, von meinen neuen Freuden alles und von meinen alten nichts zu wissen.")

Und wenn ich schon ein Spieler und gleichzeitig dieses Buch sein soll (aus dem alle Zitate hier stammen), dann gilt das hier wohl (zumindest für mich):

"Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben. Widerstehe ihr, und deine Seele wird krank vor Sehnsucht nach den Dingen, die sie sich selber verboten hat, vor Verlangen nach dem, was ihre ungeheuerlichen Gesetze zu etwas Ungeheuerlichem und Gesetzwidrigem gemacht haben. Man hat wohl gesagt, die größten Geschehnisse in der Welt ereigneten sich im Hirne. Im Hirne, und einzig und allein im Hirne ereignen sich auch die großen Sünden der Welt."

(hat uns Oskar Wilde gesagt und der hat wohl gewusst, wovon er redet...)
2572
brigitte - 2005-06-27 23:58

mein lieblingszitat von herrn wilde:

..das ist eins der grossen geheimnisse des lebens. heutzutage sterben die meisten menschen an einer art schleichendem menschenverstand und kommen, wenn es zu spät ist, dahinter, dass die einzigen dinge, die einer nie bereut, seine fehler sind.

und ich unterstelle dir jetzt einfach mal, dass das doch auch ganz gut zu dir passt, oderrrr? :-)

Desideria - 2005-06-28 07:20

*räusper* ...

Wenn er auf den Gang der Menschen durch die Geschichte zurückblickte, wurde er wie von einem Gefühl des Verlustes heimgesucht. Auf so viel war verzichtet worden und zu so kleinem Zweck!
gardien340 - 2005-06-28 09:35

meine hellsichtige böhmische Grossmutter..

.. war da wesentlich pragmatischer.

Eines ihrer grossartigen Zitate, deren tiefer Sinn mir erst
Jahrzehnte später bewusst wurde, war :
Bub, pass auf was dir wünschst, du könnt 's am End bekommen.

Danke Oma.

Desideria - 2005-06-28 09:42

Eine "Jenny" ...

extra für Sie, Herr Gardien

protect me
(Jenny Holzer)
gardien340 - 2005-06-28 10:02

merci bien..

Madame.

Hier eine andere Variante (sorry, Jenny)


Auch immer wieder gerne zitiert von der Oma:
ich hab' ihn ist besser als ich hätt' ihn

Sie meinte damit allerdings nicht meinen Opa sondern
ihren Regenschirm. Pragmatisch, sagte ich ja schon.
genug jetztmit dem Energiegetröpfel
gardien340 - 2005-06-28 10:21

für die Spielerin, die Oraklesüchtige, den Testjunkie eine Empfehlung ..



[hier bestellen] oder besser noch: schenken lassen.

Desideria - 2005-06-28 10:45

Danke ...

dieses wunderbare Buch habe ich schon vor langer Zeit geschenkt bekommen benutze ich schon länger bei wichtigen Entscheidungen. Aber die Antwort: "Höre auf den Rat Deiner Oma." hatte ich noch nicht. Dafür aber immer wieder: "Frage Deinen Vater."

Übringens kann ich auch dieses Buch nur empfehlen ...
buch der antworten
Thot - 2005-06-29 10:25

Wenn man daran denkt wie Oscar Wilde endete, scheint der Weg seinen Gelüsten nachzugeben, sich von seinen Versuchungen antreiben zu lassen, kein dringend erstrebenswerter. Vielleicht aus meiner Erfahrung heraus, auch im Verzicht und sich etwas anderem zuwenden, können vorher nie geahnte Freuden liegen.

Es war sehr oft die Neugier, die mich den steilen, beschwerlichen Weg zum Berggipfel nehmen liess, anstatt im grünen, sonnigen Tal auf sandweichen Wegen dem Lauf des klaren, baumgesäumten Bachs zu folgen; um am Ende zu erfahren, hinter dem mühselig erklommenen Gipfel liegt ein weiterer, noch höherer, der den erhofften freien Blick übers weite Land versperrt.

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