Momentaufnahme

Mittwoch, 14. Mai 2008

So I learnt from you ...


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Freitag, 9. Mai 2008

Männer in Uniform …

...überschwemmen an diesem Wochenende meine Stadt. Uniformen in allen Formen und Farben. Hafengeburtstag. Es herrscht ja das hartnäckige Gerücht, dass einige Frauen ganz schwach werden, wenn sie solch verkleidete Männer in die Finger kriegen zu Gesicht bekommen. Dabei lässt das ja nichts Gutes ahnen, wenn man bedenkt, was für ein ungesundes Verhältnis diese Herren zu Macht und Ehre haben und wie sie im Allgemeinen damit umgehen. Jetzt mal abgesehen von Flugkapitänen, also zivile, die, die uns dauernd durch die Gegend fliegen, aber von denen hört man ja auch so einiges, ohoh … Also besser die Finger von solchen Exemplaren lassen, als Frau meine ich. Was die Jungs so untereinander treiben, wochenlang allein auf hoher See, kann mir ja egal sein. Trotzdem muss ich zugeben, dass der bloße Anblick von hunderten, strammstehenden und in meine Richtung salutieren, männlichen Wesen in diesen schicken, weißen Anzügen auf diesen schlichten, formschönen, grauen Schiffen, die schon den ganzen Morgen an meinem Fenster vorbei gleiten, mich doch auf komische Gedanken kommen lässt mir doch den Tag verschönert …
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Montag, 28. April 2008

Jedes Jahr wieder …

julio ... werde ich am meinem Fenster stehend sehr deutlich und schmerzhaft auf meinen fehlenden Ehrgeiz mit seiner konsequenten Inkonsequenz gestoßen. Dann muss ich mit ansehen, wie wesentlich ältere Menschen mit einer Lockerheit an meinem Haus vorbeirennen, dass mir das schlechte Gewissen eiskalt den Rücken hoch kriecht. Und jedes Jahr wieder nehme ich mir vor, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und das nächste Mal mit zu rennen. Ich muss ja nicht neben Julio laufen, es geht ja nur darum, den olympischen Gedanken etwa 42 Kilometer lang zu denken und irgendwann ins Ziel zu kommen. Dabei sein ist alles und so. Also nächstes Jahr schaffe ich es. Ganz bestimmt. Auch wenn dann hinter mir die „Lumpensammler“ fahren …
die letzte
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Mittwoch, 2. April 2008

Zimmer mit Aussicht …

So schön der Ausblick aus meinem Büro auch sonst sein mag, selbst wenn alles Grau in Grau ist wie heute, manchmal glaube ich, dass irgendeine nicht weiter zu definierende Schicksalsmacht mir persönlich den Tag verderben will und ich deshalb die Einzige in diesem Unternehmen bin, die von ihrem Schreibtisch aus direkt auf einen sehr blauen Pool blicken kann, der selbst das depressivste Grau Lügen straft und mir entgegenleuchtet, als wenn es schon Sommer wäre. Zu allem Überfluss stehen auch schon zwei Palmschirme bereit. Ich will so etwas nicht sehen, wenn ich arbeiten muss.

Wie sagte Judy Garland mal so treffend: Uneingeschränkte Lebensfreude ist das beste Rezept, anderen auf die Nerven zu gehen.

Und wenn ich nicht übermorgen an den Persischen Golf fahren würde, hätte dieser ach so blaue Pool echte Chancen, mir die Laune zu verderben…
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Mittwoch, 26. März 2008

Die richtige Selbsteinschätzung …

ist ja kein einfaches Unterfangen. Das konnte ich Ostern wieder sehr gut beobachten. Viel zu oft kam mir der Gedanke, dass Schizophrenie mit all seinen Auswirkungen womöglich weiter verbreitet ist, als man im Allgemeinen so glaubt. Mit Inbrunst und voller Überzeugung stellten sich einige Mitglieder meiner Familie in einem für mich so ungewohnten Licht dar, dass sich berechtigte Zweifel einstellten, warum ausgerechnet ich zu dem Teil der Sippe gehören sollte, der sich selbst einigermaßen realistisch einschätzen kann. Aber schön wär’s schon …
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Mittwoch, 12. März 2008

Disziplin per SMS …

Schatz, gehen wir morgen früh laufen? 7.00h? Disziplin!
Das hätte vielleicht sogar funktioniert, wenn ich diese Nachricht nicht erst heute Mittag entdeckt hätte. Ich brauche dringend ein neues, funktionales Mobiltelefon! Schon allein aus disziplinarischen Gründen …
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Dienstag, 11. März 2008

Wir basteln uns ein Weltbild …

… zum Beispiel aus den Spams, die mich heute erreicht haben. Danach existieren nur wenige, wirklich wichtige Probleme auf dieser Erde, die sich, dem Himmel sei Dank, fast ausschließlich auf den männlichen Teil der Erdbevölkerung konzentrieren.

Wenn diese jetzt die angebotene, großzügige Hilfe aus dem Netz annehmen, werden wir bald nur noch von Männern umgeben sein, die, Dank quasi zinsloser Kredite, großherzig mit Geld um sich werfen und teure Design-Replika-Uhren tragen, die sie durch ihre Ausflügen ins einträgliche freizügige Filmgeschäft verdient haben.

Das nötige Selbstbewusstsein für diesen lukrativen Nebenjob haben sie als unvorhergesehenen Nebeneffekt auf ihre sonst so zarte Seele, bei dem Versuch etwas ganz anderes als ihr Innenleben zu stärken, sozusagen als Werbegeschenk gewonnen. Ein wenig mehr Standhaftigkeit Rückgrad und schon liegen ihnen alle Frauen zu Füßen.

So wird das Hobby zum Beruf und man(n) kann sich zufrieden und von allen bewundert, nach getaner Arbeit in einem ach so formschönen und wirklich beeindruckenden Botschafter-Leder-Chefsessel zurücklehnen. Schöne neue Welt …
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Freitag, 15. Februar 2008

Zähne zeigen ...

Jetzt ist es frühmorgens schon so hell, dass man die Gesichter der anderen Menschen im Park erkennen kann und plötzlich laufen sie nicht mehr wortlos an einem vorbei, sondern wünschen einen guten Morgen (oder Hamburger Fragmente davon). Wildfremde Menschen tun plötzlich so, als wenn wir uns schon ewig kennen würden und lachen mich zu einer Zeit an, bei der ich noch nicht mal weiß, was Mimik überhaupt ist. Das passiert mir sonst nur in ganz engen Gassen. Ist wahrscheinlich so eine Art „japanisches“ Lächeln, das eigentlich die Reiß- Zähne zeigt …
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Donnerstag, 14. Februar 2008

Mailboxterror ...

Mein Mobiltelefon treibt mich in den Wahnsinn, allerdings noch nicht so sehr, dass ich mich aufgerafft habe, diesen Zustand zu ändern. Schließlich habe ich Unwichtigeres zu tun. Aber da ich in den Untiefen der vielen Funktionsmöglichkeiten dieses Dings leider noch nicht die Option entdecken konnte, wie man die Tastengeräusche ausstellt ohne gleich auch den Klingelton zu eliminieren, habe ich mich entschlossen, eben nur noch auf Vibrationen zu reagieren, anstatt ständig von bösen Blicken durchbohrt zu werden.

Das hat zur Folge, dass meine Mailbox mich ständig durch unablässiges Piepsen darüber informiert, dass ich wieder mal einen Anrufer verpasst habe, aber sie seine lebenswichtige Mitteilung aufgenommen hat. Praktisch. Theoretisch, zumindest. Dumm nur, wenn das passiert, wenn man sich gerade im Ausland befindet.

Letztes Wochenende piepste mich meine Mailbox an, als ich gerade in der Nähe des Markusplatzes nach einem schönen Fotomotiv mit tausend anderen suchte. Also rief ich meinen persönlichen, mobilen Anrufbeantworter an, der mich aber nicht erkannte, sondern von mir eine Identifizierung durch ein Passwort verlangte, aber damit nicht den Pin meinte, wie ich beleidigt feststellen musste. Meine eigene Mailbox verweigert mir den Zugang zu den wichtigen Mitteilungen, die womöglich von mir schnelles Handeln erforderten! Frechheit!

Beim zweiten Versuch, gab mir die um Freundlichkeit bemühte Stimme dieser Maschine die Möglichkeit, da ich ja anscheinend mein Password vergessen hatte, mir ein neues per sms zu senden, wenn ich meine Schusseligkeit mit dem Drücken der Rautetaste zugeben würde. Nun gut, Schmach komme über mich. Die Anwendung des neuen Passwortes wurde mir aber dann doch nicht zugetraut, denn meine mich herumkommandierende Mailbox rief mich von sich aus an, damit ich meine wichtigen Anrufe hören könne.

Dieses ganze Hin und her dauerte einige Zeit und liess mich schon wieder an mir und der Technik, von der ich anscheinend ferngesteuert werde, zweifeln. Trotzdem fieberte ich letztendlich sehr gespannt der ach so wichtigen Nachricht entgegen, die mir dann endlich vorgespielt wurde:

„Wo zum Teufel steckst du??? Ich frier mir hier den A**** ab!“
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Montag, 21. Januar 2008

Lokalpatriotismus …

Der Hamburger an sich ist ja eher zurückhaltend, wenn es darum geht, sich anderen mitzuteilen, deshalb sieht man einen solchen auch höchst selten in emotionaler Ekstase Beifall klatschen, schon gar nicht in einem Flugzeug. Gestern durfte ich allerdings Zeuge der einzigen zwei Ausnahmen dieser hanseatischen Regel werden, was mich doch einigermaßen unvorbereitet traf.

Überlässt man nämlich einem Nordish-by-Nature-Menschen ein Mikrophon und/oder es wird über seine ach so geliebte Stadt gesprochen, dann springt er über seinen eigenen Schatten, gerät völlig untypisch ins Schwärmen und zeigt seine Begeisterung, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass diese plötzliche Kommunikationswelle andere vielleicht erschrecken könnte.

Ich sitze also im Flieger von München zurück nach Hamburg, meine Laune ist nicht die beste, weil ich keinen Fensterplatz bekommen habe und die Erde nicht von oben fotografieren kann, lese deshalb ein Buch und will wie alle anderen auch, die zum 1000sten Mal gehörten Sicherheitshinweise des Servicepersonals ignorieren, obwohl der muskelbepackte Steward aussah, als würde er tatsächlich bei einer Security-Firma arbeiten.

Der Pilot entschuldigte sich derweil für die Verspätung und versprach jetzt aber sofort mit uns in die schönste Stadt Europas zu fliegen, worauf die Passagiere, die anscheinend nicht dort wohnten, hektisch ihre Bordkate kontrollierten, weil sie sich in der Maschine nach Rom glaubten, während alle anderen sich zustimmend zurücklehnten. Mit dem Bewusstsein, das Gros der Reisenden auf seiner Seite zu haben (und eben ein Mikrophon in der Hand) kam der Flugkapitän ins Plaudern, rühmte die „komplett durchstylte Sicherheitshinweiskarte“, die ach so praktischen Kotztüten Spuckbeutel und die „wahnsinnig formschönen Sauerstoffmasken“, die, falls sie denn mal runterfallen sollten, diese wunderbare Luft zum Atmen verströmen würden. „Atmen Sie dann einfach ruhig weiter und tun Sie, was wir auch tun werden: Positv denken!“. So der Flugangst vollkommen beraubt, schwebten wir entspannt der Heimat entgegen.

Wie positiv der Kapitän tatsächlich dachte, konnte man an seinen Kommentaren zur Landung im strömenden Regen erkennen. Nach der trockenen Feststellung: „Wir sind da.“ kam aus dem Cockpit die Information, dass es angenehm frisch wäre und die Sonne würde auch bald durchkommen, wie es sich für die schönsten Stadt Europas gehört. Ob dieser Erkenntnis klatschten all die Hamburger vor Freude doch tatsächlich in die Hände und ich traute meinen Augen kaum. Der Flugkapitän bedankte sich brav für das symbolische Schulterklopfen und meinte nur: „Ich nehme auch Geld.“ Vielleicht bessert er ja mit übertriebenem Lokalpatriotismus sein Gehalt auf. Möglich ist alles …
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