Tagebuch

Freitag, 26. Oktober 2007

Vergangenheitsreaktivierung ...

Da sich mein Freundes- und Bekanntenkreis durch das Abhandenkommen meines mobilen Telefons mit all den geheimen Nummern doch stärker dezimiert hat, als mir lieb ist, habe ich beschlossen, dem Einhalt zu gebieten, damit ich meine Vergangenheit nicht umsonst durchlebt habe. Die beste Gelegenheit, jemanden nach jahrelanger Stille für ein Update wieder anzurufen (die Geheimnummer findet man meist Dank des immer mehr verbreitenden Exhibitionismus der Menschen unserer Zeit im Netz) ist zum Beispiel der Geburtstag des Verschollenen.

- NachnamedesVerschollenen.
- Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
- Vielen Dank, aber wer spricht denn da?
- D.
- DESIDERIA! Das ist ja toll! Wie geht es dir denn?
- Gut. Und dir?
- Auch, danke. Bist du inzwischen verheiratet?
- Nein, bist du inzwischen geschieden?
- Nein, aber wir leben getrennt. Stell dir vor, sie hat mich heute angerufen, um zu fragen, ob Post für sie da wäre, aber sie hat meinen Geburtstag vergessen…
Du hast dran gedacht!
- Dafür hat sie - im Gegensatz zu mir - deinen Heiratsantrag angenommen… Ex-Freundinnen reagieren wohl anders als Ex-Ehefrauen …

Jetzt habe ich wieder eine neue geheime Nummer, die ich anrufen kann, wenn ich mal wieder in seiner Stadt bin oder ich Lust auf „Weißt-du-noch“-Gespräche habe – mindestens so lange, bis dieses Telefon auch geklaut wird …
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Samstag, 13. Oktober 2007

Es gibt Reis ...

Gegen all meine sonstigen Gewohnheiten habe ich gerade die Tür geöffnet, als es klingelte. Normalerweise öffne ich nie meine Haustür, wer weiß, wer davor steht, womöglich Freunde, die mich spontan besuchen wollen die Zeugen Jehovas und ich bin doch so leicht zu jedem Unsinn zu überreden. Besser die Zugbrücke oben lassen. Reiner Selbstschutz. Heute war ich aber noch nicht zu solchen Gedanken fähig, da ich gerade erwacht war und verschlafen und barfuss, gekleidet in einer schrecklichen Schlabberhose und einem verwaschenem T-Shirt was ich eben so im Bett trage, wenn ich alleine schlafe an besagtem Tor vorbeischlich und dachte jetzt bringt mir endlich mein Nachbar das Päckchen, was mir jemand aus einem fernen Land in orakelischen Worten angekündigt hatte aus einem Reflex heraus öffnete.

Und dann so was: vor mir stand ein Ritter in güldener Rüstung überaus gut aussehender Mann mit schwarzen Locken und einem Lächeln, dass es mir fast die Sprache verschlug.
„Guten Morgen, ich bin dein neuer Nachbar, ich wollte mich mal vorstellen.“
„Oh, willkommen!“
„Danke, ich heiße Tom!“
„D.“
„Wenn mal was sein sollte - Pakete entgegen nehmen oder Reis fehlt – ich bin da.“
„Toll.“

Und dann erzählte er mir noch, dass er jetzt wohl länger hier wohnen werde, vorher wären sie – er und seine kleine Katze – oft umgezogen und jetzt wären sie so froh angekommen zu sein. Es gibt doch immer noch Worte, die mich rühren. Und ich dachte immer, so etwas klingelt nicht an Türen, schon gar nicht an meiner. Wie man sich täuschen kann. Ich glaube, mir geht morgen der Reis aus …
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Freitag, 12. Oktober 2007

Resümee …

Alle Jahre wieder überkommt mich so ein Gefühl, als müsste ich mein Leben von außen betrachten, objektiv sozusagen, soweit das überhaupt möglich ist. Meist passiert das Anfang Herbst und kollidiert mit meinem offiziellen Älterwerden. Dann sinniere ich über das vergangene Jahr und versuche es zu bewerten, pro und contra abzuwägen. Dieses Mal muss ich nicht das Schicksal anflehen: „Bitte gib mir schnell ein neues Jahr, das alte ist kaputt.“

Trotzdem hätte ich da noch einige Verbesserungsvorschläge. Das mit den sozialen Kontakten und den von ihnen verursachten hormonellen Schwankungen zum Beispiel: Muss das denn unbedingt in dieser Achterbahnmanier vonstatten gehen? Das schlägt einem doch auf den Magen. Na gut, ich gebe zu: auch ich ziehe Schwarz oder Weiß dem eintönigen Grau vor. So gesehen, war das also ganz richtig so.

Dass viele meiner sozialen Kontakte in anderen Städten oder Ländern wohnen, finde ich übrigens gar nicht so schlimm. Das ist immerhin Grund genug, die heimische Couch zu verlassen und den Rest der Welt zu besuchen. Reisen bildet ja bekanntlich – unter anderem auch Freundschaften. Dafür bin ich sehr dankbar. Auch für Billigflieger – die Natur möge mir verzeihen, aber ich konnte nicht immer das Leben in vollen Zügen genießen (obschon ich dadurch tiefe Einblicke in menschliche Abgründe ergattern durfte und jetzt bahn.comfort-Mitgleid bin).

Den Rest des Jahres konnte ich meine Bücher- und Bildersucht voll ausleben, das war wirklich wunderbar und dreimal habe ich einen Freitag, den 13. überlebt…
Was will ich eigentlich mehr?
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Dienstag, 25. September 2007

Besuch ist anstrengend …

für einen Hobbyautisten wie mich. Allein die Vorbereitungen, um die heimische Höhle in einen Zustand zu bringen, der für Menschen aus einem anderen Kulturkreis zumindest erträglich sein könnte, erfordern logistische Höchstleistungen. Da meine Art zu wohnen nicht unbedingt der Norm entspricht, habe ich versucht, mir die Grundbedürfnisse anderer vorzustellen, um deren Kulturschock nicht allzu groß werden zu lassen. Ich habe einen Tisch aufgestellt. Das müsste reichen, um so etwas wie Zivilisation zu signalisieren, dachte ich mir. Vorsorglich habe ich einen Teil meiner Wohnstatt zur verbotenen Zone erklärt, um nicht auch noch den Blick auf meine seelischen Abgründe freizugeben. So ein paar Geheimnisse sollte man doch noch für sich behalten außerdem hatte ich nicht genügend Zeit, das ganze Chaos zu beseitigen. Doch wenn ich geahnt hätte, dass gerade diese Abgründe von meinen Gästen beseitigt werden würden, hätte ich die Barrieren noch höher bebaut. Man muss einfach mit allem rechnen, wenn unterschiedliche Menschen aufeinander treffen die einem eine Freude machen wollen.

Auch mein normaler Wochenendrhythmus wurde komplett über den Haufen geworfen und durch wildes Umhertoben durch alle Winkel dieser Stadt ersetzt, die mir bis dahin noch völlig fremd waren. Zu Land, zu Wasser und in der Luft, ja selbst unter Wasser, wurde keine Gelegenheit ausgelassen, dem Leben ein wenig Spaß abzuringen. So etwas geht ja leicht an die Substanz, drum kehrten wir zu jeder Tages- und Nachtzeit in gastliche Häuser ein, um uns mit eiweißhaltiger Kost und gekelterten oder destillierten Flüssigkeiten wieder zu stärken, damit wir in der Lage waren, wirklich jedes Fest mitfeiern zu können.


Nur die Wasserwerfer, die an diesem Wochenende wieder Wasser warfen, haben wir um eine halbe Stunde verpasst. Aber das viele Lachen, in den Armen liegen und Erzählen war ja auch so anstrengend genug und erst die Tränen, die zum Abschied geflossen sind … ach…
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Mittwoch, 29. August 2007

Zeitreisen in der Mittagspause ...

Heute Mittag wurde ich unsanft mit den Worten „Weinst du etwa oder ist die Suppe so scharf?“ aus meiner Parallelwelt gerissen, in der Clare gerade Henry erklärte, dass sie ihre gemeinsame Zukunft schon kennt, weil er sie ihr erzählt hat, aber er im Moment zu jung ist, um sie schon erlebt haben zu können, nur weil einzwei Tränen aus dem Schatten meiner Sonnenbrille kullerten und über meine Wange in die Sonne und den sicheren Tod flohen. „Beides.“
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Montag, 27. August 2007

Hormonell gesteuerte Marionette ...

Manchmal frage ich mich, ob ich tatsächlich einen freien Willen habe oder einfach nur Sklave der chemischen Prozesse bin, die ihren eigenen Krieg in meinem Körper führen. Selbst wenn mein Hirn genau weiß, durch welche Botenstoffe die extremen Gefühlschwankungen ausgelöst werden, weshalb ich mein Leben gerade an diesem Tag komplett auf den Kopf stellen will, obwohl es einen Tag vorher noch vollkommen in Ordnung war, ändert das nichts an meinem obskuren Verhalten. Denn wenn sich plötzlich aufkommende Unzufriedenheit in kürzester Zeit bestenfalls zu Aggression, schlimmstenfalls zu einer handfeste Depression hochschraubt, sollte sich besser niemand, dem ich auch nur geringfügig emotional verbunden bin, in meiner Nähe aufhalten. Geschrieene oder gewimmerte Sätze, wie etwa: “Verschwinde sofort und für immer aus meinem Leben!“ oder „Du hast mich nie geliebt!“, können ja schnell zu Missverständnissen und weitreichenden Konsequenzen führen, für die dann hinterher keiner die Verantwortung übernehmen will. Aber das ganze Wissen über den eigenen Hormonhaushalt und seine Auswirkungen hindert mich nicht im Mindesten daran, jedes Mal wieder die Kettensäge herauszuholen oder mit einem schicken Suizid zu liebäugeln.

Drecks-PMS!
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Mittwoch, 22. August 2007

Danke für Ihr Verständnis ...

So einen Tag wie heute brauche ich nicht alle Tage. Solche Nicht-Tage. An denen aber auch alles schief geht. Murphy-Tage. An denen eigentlich positive Dinge zum Grund für Massenmord mutieren. Ohne Ankündigung und völlig grundlos. Und dabei regnet es Hunde und Katzen, sobald man den Fuß vor die Tür setzt. Egal welche Tür. Solche Tage halt…

Normalerweise bin ich ein Mensch, der in allem solange das Positive sieht, bis man mir das Gegenteil beweist. Das schlägt sich auch auf meine Grundstimmung nieder und ich erfreue mich schon an kleinen Dingen. Es müssen nicht immer Diamantendiademe sein. So schwebe ich mit einem Liedchen auf den Lippen durch die Welt und freue mich des Lebens … bis mir einer quer kommt. Das mag ich nicht besonders. Eigentlich gar nicht.

Wenn man zum Beispiel morgens schon feststellen muss, dass irgendein Volltrottel, das Innenleben der Espressomaschine bei dem Versuch, sie zu reinigen, komplett entsorgt hat und die Ersatzteile wahrscheinlich auf lahmen Mulis über die Alpen transportiert werden müssen und deshalb der eigene Koffeinpegel in den nächsten Wochen einen ungesunden Tiefststand erreichen wird, dann ist das kein guter Start in den Tag. Wenigstens fließt aber schon genug Adrenalin in den Adern, um so lange wach zu bleiben, bis man den Rest der Maschine dem Schuldigen an den Kopf vor die Füße geworfen hat.

Jetzt sollte man sich schnell mit erheiternden Dingen beschäftigen, damit die Laune nicht ganz den Bach runtergeht. Geschenkgutscheine einlösen, zum Beispiel, ist ein gutes Mittel gegen Mordgedanken. Theoretisch. In der Praxis funktioniert das an solchen Tagen eher nicht und nachdem diese Meldung:

Bitte beachten Sie
Tut uns Leid!
Während wir Ihre Eingabe ausführen wollten, ist ein technischer Fehler aufgetreten. Wir arbeiten bereits daran und werden sobald wie möglich wieder für Sie da sein. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.
Für diese Unannehmlichkeit bitten wir Sie vielmals um Entschuldigung und danken für Ihr Verständnis.

gefühlte 100 Mal in mein Gesicht sprang, war ich durchaus bereit, ein kleines Kettensägenmassaker zu veranstalten, nur um möglichst viel Blut spritzen zu sehen. Aber ich bin ja ein friedlicher Mensch und deshalb suchte ich erst Trost Rat beim Schicksalsorakel und öffnete einen Glückskeks:

Gut, dass Sie Reserven haben.

RESERVEN??? Welche Reserven, bitte schön? An guter Laune womöglich oder intakten Nerven? Nada! Niente!! Nichts!!! Nein, hier kann nur mein großer Vorrat an Kettensägen gemeint sein, alles andere macht keinen Sinn, schließlich irrt sich das Schicksal ja nie auch, wenn es eine Hure ist
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Dienstag, 7. August 2007

Wochenendtiefpunkte ...

Endlich ist der Sommer da und man kann das Leben in vollen Zügen genießen. Genau das habe ich auch das ganze Wochenende hindurch getan und zwar 1.306 km lang. Und auf 6 verschiedenen Bahnhöfen. Einem Anschlusszug durfte ich sogar noch hinterher winken, da eine unglückliche Kettenreaktion aus umgefahrenen Brücken und spielenden Kindern mich 30 Sekunden zu spät ankommen ließ, was meine dortige Verabredung nicht sonderlich amüsierte. So hatte wir das zweifelhafte Vergnügen an diesem wunderbaren Sommersonntagnachmittag am Duisburger Bahnhof, der einen sofort in seinen depressiven Bann zieht, einen Platz zu suchen, an dem man die Wartezeit von einer Stunde überbrücken könnte, ohne danach reif für eine psychologische Behandlung zu sein. Schwer. Sehr schwer, da ein Großteil dieses öffentlichen Gebäudes das eigene Geruchsempfinden auf das gröbste folterte und die Ausgänge mit rettender Frischluftzufuhr als Versammlungsplatz der letzten 1000 Punker diente, die lautstark ihre Daseinsberechtigung unter Beweis stellten. Bevor ich das mit eigenen Augen sehen durfte, litt ich unter dem Trugschluss, diese Spezies wäre im letzten Jahrtausend ausgestorben. Anscheinend haben aber doch einige Kreuzungen überlebt, denn ich konnte seltene Mutationen unter ihnen entdecken, die den Irokesenschnitt durch eine Betonfrisur ersetzt hatten, die offensichtlich der typischen Hausfrau der 50er Jahre geklaut wurde. Das scheint abzuhärten. Abgehärtet haben mich auch die Wochenendtiefpunkte:

3. Platz:

An einem endlich sonnigen Samstagnachmittag in einem Bahnhof mit eingebauter Depression eine Stunde Zeit im Getränkeausschank in der Bar einer „Spielothek" totschlagen müssen und ernsthaft darüber nachdenken, wie tief man in einem einzelnen Leben noch sinken kann.

2. Platz:

An einem endlich sonnigen Samstagnachmittag in einem Speisewagen der Deutschen Bahn frieren müssen, da die Klimaanlage auf Höchstleistung getriezt wurde, um die ausgefallenen Frischluftumwälzer der anliegenden Wagons, in denen die Wüsten lebte, zu kompensieren. Dabei feststellen müssen, dass die im Gepäck befindlichen Kleidungsstücke übereinander getragen so grauenhaft aussehen, dass man froh sein musste, am Ende der Fahrt kein Kleingeld im Getränk zu finden.

1. Platz:

An einem endlich sonnigen Sonntagnachmittag in einem Zug der Deutschen Bahn bei gefühlten 90° C stundenlang fahren müssen, allerdings ohne Speisewagen und auch gänzlich ohne Klimaanlage, dafür mit sehr viel mehr Menschen, als Sitzplätzen und nur durch das beherzte Eingreifen anderer Mitreisender glückliche Umstände davon abgehalten werden, seinem Leben eine komplett andere Richtung zu geben, weil man spontan die Unglückliche erwürgt, die versucht das einzige Fenster zu schließen, um den Geräuschpegel zu minimieren.

wochenende
1991

Freitag, 27. Juli 2007

Reisen bildet …

Am besten lernt man ja andere Kulturen kennen, indem man ihre Kreise aufsucht und sich unter die Einheimischen mischt (was ich letzten Freitag in einem wiederholten Selbstversuch gewagt habe). Wenn man es erstmal geschafft hat, ihr Vertrauen zu gewinnen und sich glücklich schätzen kann, in ihr Heim eingelassen zu werden, eröffnen sich einem völlig neue Welten, die man einem sich nicht auf Anhieb erschließen, aber je länger man bei den Fremden bleibt, desto besser kann man ihr Verhalten nachvollziehen.

Ich habe zum Beispiel zuerst nicht verstanden, warum man 6! Eier auf den Boden werfen muss, um einen Pflaumenkuchen backen zu können. Erst später wurde mir klar, dass es dort überhaupt keine Pflaumen gibt, sondern nur Zwetschgen. Das könnte der Grund sein, warum man die Götter der Speisen mit Opfergaben besänftigen muss, damit der Kuchen auch unter diesen widrigen Umständen gelänge. Nun, was soll ich sagen, es funktioniert.

eier

Besänftigen sollte man auch die kleineren Bewohner dieses Stammes. Hier empfiehlt es sich, auf den Rat einer Einheimischen zu hören, die den aktuellen Trend im sich stündlich verändertem Geschmack der lieben Kleinen kennt, sonst wird man nie mehr wieder mit großen Augen und breitem Grinsen erwartet. Von alleine wäre ich nicht darauf gekommen, sie in die Geheimnisse des Zellinneren oder der Schwerkraft einweihen zu wollen. Meine Ratgeberin trumpfte mit menschlichen Skeletten, die auch noch im Dunkeln leuchten, auf. Tja, in diesem Kulturkreis herrschen Sitten, die wir Unwissende geradezu barbarisch nennen würden. Skelettpuzzle, welch Blasphemie!

Nicht so schwer fiel mir hingegen die dort übliche schöne Tradition, die Nacht zum Tage zu machen und umgekehrt, selbst wenn er für mich ungewohnt war, Gesetze brechen zu müssen, um Neptun huldigen zu können. Dabei durfte ich dann auch hautnah den dort herrschenden Glaubenskrieg erleben, denn es gibt eine militante Minderheit, die auch nachts Anspruch auf den heiligen See erhebt, in dem Neptun üblicherweise die Menschenopfer im Adamskostüm entgegennimmt und lautstark versucht, unsere Rituale zu stören. Die eigene Religion ausüben zu können, war schon immer mit Gefahren verbunden, aber diesmal gab es – Neptun sei Dank - keine Toten.

Einen Hang zu außergewöhnlichen Ritualen scheint diesem Menschenschlag angeboren zu sein. Glücklicherweise durfte ich schon zum zweiten Male dem alljährlichen Fest des Waldes beiwohnen, bei dem man sich traditionell unter Zuhilfenahme verschiedener Rauschmittel

ginfizzzz

an einem riesigem Feuer in Trance tanzt,

tabledance

die extra nur für dieses Fest getötete Tiere verspeist,

fleischopfer

geheimnisvolle Geschichten erzählt, die betörenden Lichtkreise der Teufelsbraut bestaunt,

feuerherz

am strahlenden Sternenhimmel die Sternschnuppen zählt, um dann erschöpft an der wärmenden Glut in das Reich der Träume zu sinken.

Wir hier im Norden, fernab dieses fremden Volkes, sollten überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, ein paar dieser Rituale auch in unseren Kulturkreis zu integrieren. Also ich könnte damit sehr gut auch hier zurecht kommen …
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Montag, 23. Juli 2007

Erstes Wochenend-Resümee …

Es gibt magische Orte. Um die Magie eines solchen erleben zu können, legte ich letztes Wochenende ungefähr 1.600 km in einem Flugzeug zurück, wurde circa 360 km mit dem Auto durch das „Nichts“ gefahren, schwamm dreimal durch verschiedene Gewässer (brach einmal dafür im Dunkeln ein und wurde fast auf frischer Tat ertappt) und alles nur, um dann endlich an eben diesem Ort die Sternschnuppen am Nachthimmel zu zählen. Doch ohne die Menschen, die ebenso von weit her kamen, um gemeinsam diese Stelle zu ehren, wäre auch dieser Ort nicht halb so verzaubernd.


pure paradise

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